Archiv der Aktivitäten TSV Gars Einrad-Team

DEZ 2017: Weihnachtskür "Weltreise" ein voller Erfolg!

 

"Kommen Sie mit uns auf Weltreise" - mit diesem Slogan hatten wir die Zuschauer zu unserer 2017er Weihnachtskür eingeladen. Und sehr viele folgten und füllten die reichlich aufgebauten Zuschauerplätze. Wer sich an diesem Nachmittag die Zeit genommen hatte, zu uns in die Turnhalle der Mittelschule zu kommen, erlebte eine Aufführung der Extraklasse: große Einradkunst, brillante Musik, erstklassige Filme und Fotos sowie sehr stimmungsvolle Lichteffekte.  

34 Garser Einradler von 6 bis 18 Jahren verzauberten das Publikum und nahmen es mit in die verschiedensten Länder rund um den Erdball. Jedes Reiseziel wurde in einem kurzen Video angekündigt und vorgestellt.

Bevor die Show startete, gab es noch eine große, von den Einradeltern liebevoll organisierte Tombola mit über 400  Preisen. Und wohlgemerkt: Jedes Los gewann, keiner ging mit leeren Händen nach Hause.

Die Reise begann im Irland des 18. Jahrhunderts: In einem Land voller mystischer Natur verbreiten fahrende Tanzlehrer, die sogenannten Dance-Masters, eine frühe Form des Stepptanzes unter der Bevölkerung. 

Die acht Fahrer der Wettkampfgruppe gestalteten diesen Auftakt der Show. 

Nach Asien entführte uns die Freizeitgruppe: Am 15. Tag des traditionellen Neujahrsfestes folgt der große Abschluss der Feier und verzaubert mit buntem Treiben.

Mit 23 Fahrern ist die Fortgeschrittenengruppe die zahlenmäßig stärkste Trainingsgemeinschaft unseres Teams. Wenn sie in der Halle erscheint, ist immer „großes Kino“ geboten. So viele Fahrer in einer Choreografie zu vereinen, stellt zwar alle Beteiligten vor erhebliche Herausforderungen, ist aber zugleich auch unglaublich effektvoll, wenn die Darbietung gelingt. Und sie gelang wunderbar beim Thema Russland: Schier endlose Weiten müssen die Jäger in der Kälte der russischen Taiga durchqueren auf der Suche nach Beute. Umso größer ist die Freude, wenn sie heil und schwer bepackt zurückkehren.

Und auch der Klassiker „Kalinka“ durfte hierbei nicht fehlen.

Der sich anschließende Film „Citytrial in Gars“ zeigte die immer mittwochs mit Michael Höhne trainierende Geländegruppe bei Trialkunststücken im Garser Ortskern. Im Oktober war das Material dazu gedreht worden. Die fünf Munifahrer hatten verschiedenste natürlich und künstliche Hindernisse genutzt, um ihre Fähigkeiten zum Hindernisüberwinden zu zeigen – und natürlich jede Menge Spaß dabei.

Acht stolze spanische Toreros erschienen dann auf der Kürfläche zu Klängen aus der „Carmensuite“: Spanien ist bekannt für bildschöne Natur, lebhafte Städte und natürlich – für gutes Essen. Und: in Spanien werden so viele Feste gefeiert, wie in fast keinem anderen Land der Erde. Meist stehen dabei Musik, Tanz oder der Stierkampf im Mittelpunkt des Geschehens.

Einen turbulenten Flug nach Indien erlebte danach die Freizeitgruppe und kündigte damit das nächste Land und den nächsten Auftritt der Fortgeschrittenengruppe an.

Indien: Auf einem der traditionellen bunten, dynamischen Märkte ist heute einiges los. Quicklebendiges Marktreiben und zahlreiche Händler ziehen viele Kunden aus allen Bevölkerungsschichten an.

Vor der folgenden Kür gab es wieder eine besonderen Film zu sehen:

Drei Persönlichkeiten des öffentlichen Garser Lebens waren im Oktober unserer Bitte nachgekommen, sich mal auf dem Einrad zu versuchen. Sie taten uns den Gefallen, wurden dabei gefilmt und durften staunend erleben, wir schwer es ist, überhaupt nur mal für wenige Sekunden gehalten auf diesem Sportgerät zu sitzen. Sie haben das alle drei sehr sympathisch bewerkstelligt und auf diese Weise illustriert, was unsere Fahrer in den einzelnen Küren an Großem leisten. 

Weiter ging anschließend die Reise nach Südamerika, genauer gesagt nach Argentinien: Buenos Aires, abends - wir besuchen eine Milonga, eine typisch argentinische Tanzveranstaltung. Hier wird traditionell Tango getanzt.

Noch einmal tritt unsere größte Trainingsgruppe in Erscheinung, nun elegant gekleidet für einen Tango.

Nach Australien verschlug es dann die Kleinen aus der Freizeitgruppe: Ein Kontinent und gleichzeitig ein Land – das ist Australien. Hier gibt es viel zu entdecken. Neben pulsierenden Großstädten ist natürlich das Outback mit seiner unberührten Natur und den Kängurus ein ganz besonderes Highlight.

Für Schweden gewinnt ABBA im Jahr 1974 mit „Waterloo“ den Eurovision Song Contest und verhilft somit einem kleinen Land in Skandinavien zu großer Bekanntheit.

Die Fahrer der Wettkampfgruppe interpretierten dieses Lied schwungvoll auf hohem Trickniveau.

Die Bilder des Jahres und ein kurzer Ausschnitt der Garser Großgruppenkür von der BM in Waging gaben den Zuschauern die Möglichkeit, sich über unsere Aktivitäten im nun zu Ende gehenden Wettkampfjahr zu informieren.

Beim sehr emotionalen Schlussteil kamen alle noch mal zum Zug. 34 stolze und glückliche Fahrer zeigten ihre gemeinsam einstudierte Kür, bevor jeder einzelne noch mal erwähnt wurde.

Das erledigte heuer erstmalig ein professioneller Sprecher, den wir engagiert hatten und der uns im Voraus die Texte zu allen Filmen eingesprochen hatte, und eben auch die wertschätzende Nennung sämtlicher Fahrer. 

Für all diese, die Küren umsäumenden Rahmen, für das komplette Gerüst hatte Konstantin in unzähligen Stunden Arbeit gesorgt.

Die wunderschönen Bilder stammen von Belinda Bebst.

Wir alle gemeinsam erlebten einen grandiosen Abend!

 

NOV 2017: Deutsche Meisterschaft Einrad-Freestyle in Waging

In der Bergader-SportARENA in Waging fand vom 17. bis 19. November die Deutsche Meisterschaft im Einrad-Freestyle statt. 266 Teilnehmer hatten gemeldet, um in der erst 2016 eröffneten, modernen Halle die Deutschen Meister in sechs Disziplinen zu ermitteln. Noch nie zuvor gab es bei einer DM ein so großes Starterfeld. In die Veranstaltung integriert war zudem eine bayerische Wertung. Diese ersetzte heuer die anderenfalls gesondert ausgetragene Bayerische Meisterschaft.

Unter den zahlreichen Titelaspiranten aus ganz Deutschland waren auch die Einradfahrer des TSV Gars zu finden, denen fast ein Heimspiel geboten war in der Marktgemeinde im Rupertiwinkel - zum einen durch den moderaten Anfahrtsweg, aber auch durch die in großer Menge mitgereisten Familienmitglieder und Freunde, die auf den Zuschauerrängen Platz genommen hatten.

Der Wettstreit in der Wertungsklasse der Bayerischen Großgruppenküren bildete am Freitag Abend den Auftakt der Garser Starts in Waging. Eine fünfminütige Kür zu Klängen aus dem Musical „Les Miserables“ wurde von 24 Garsern zwischen neun und 18 Jahren präsentiert und gelang so gut, dass sie mit dem zweiten Platz geehrt werden konnte.

 

 

Zwei weitere Vertreter des Vereins, Andreas Gerzer (42) und Michael Höhne (52), waren in dieser Konkurrenz mit dem bayernweit vereinsübergreifenden Seniorenkader aktiv, der Musik aus der „Carmen-Suite“ von George Bizet interpretierte und den vierten Platz erringen konnte.

An dieses erste Highlight des Meisterschaftswochenendes schlossen sich die Wettbewerbe im X-Style in der deutschen Wertung an, einer noch recht jungen Disziplin im Bereich Freestyle, bei der die Fahrer in ganz dichter Abfolge und in definierter Zeit der Jury so viele Tricks wie möglich präsentieren müssen. Nahtlos knüpften die Garser hierbei den Erfolgsfaden weiter. Deutscher Juniorenmeister wurde Vincent Käser (14), gefolgt von Eliah Eibl (13). Beide zeigten sehr gute Leistungen und beeindruckten Jury und Publikum vor allem mit ihren Sprungtricks.

Groß war das Starterfeld bei den Juniorinnen. Die 14jährige Henriette Höhne gewann ihre Vorkampfgruppe und erkämpfte sich anschließend im zweiminütigen Finaldurchgang Platz drei bei den jungen Damen.

Am Samstag brillierten Cilli Rotter und Annika Sperr in der Paarkürkonkurrenz der Altersklasse U14. Sie erweckten den Koch und die Ratte aus dem Animationsfilm „Ratatouille“ zum Leben und konnten sich bei den 13 Jährigen deutschlandweit durchsetzen.

Die AK U17 der deutschen Wertung wurde klar von Henriette Höhne und Verena Kotalla dominiert. Die beiden zauberten einen flotten Can Can auf die Kürfläche und lagen sowohl in der Technikwertung als auch bei der Präsentation deutlich vorn.

Platz zwei in der bayerischen Wertung holten Annalena Söll (13) und Vincent Käser. Als „Die Schöne und das Beast“ begeisterten sie das Publikum im Wettbewerb der Altersklasse U15.

Zwei Deutsche Meistertitel mit Garser Beteiligung gab es zum Abschluss der Wettbewerbe am Sonntag Abend bei den Expertentscheidungen in den Großgruppenküren, zuerst in der Kategorie Juniorexpert. Mit der eindrucksvollen Performance des Themas „Momo und die grauen Männer“ wurde das 22 Fahrer starke Team Junior des Freestyleteam Bayern mit Annalena Söll, Cilli Rotter und Annika Sperr Juniorenmeister.

Unter acht Großgruppen musste sich das Team A des Freestyleteam Bayern in der Expertwertung durchsetzen. Das gelang bravourös mit einer unglaublich temporeichen Kür auf höchstem Trickniveau. Beteiligt am Titelgewinn der ebenfalls 22 Athleten waren die Garser Henriette Höhne und Verena Kotalla.

 

AUG 2017: Garser Einradler bei EM erfolgreicher als je zuvor

>> Berichte über die einzelnen Wettkampftage, Fotos und Videos gibt es auf der Website von Konstantin Höhne


Mit 29 mal Edelmetall kehren die Garser Einradler von der Europameisterschaft in Sittard zurück. Die Stadt in der niederländischen Provinz Limburg war vom 29. Juli bis 6. August Gastgeber für 789 Athleten aus 14 europäischen Ländern und bescherte Sportlern wie Betreuern wunderbare kontinentale Titelkämpfe.
18 dieser geschmackvoll gestalteten goldenen, silbernen und bronzenen Plaketten steuert die 13- jährige Henriette Höhne bei, elf davon aus Altersklassen- und sieben aus Expertentscheidungen. Sie erlebte außerordentlich erfolgreiche Wettkämpfe. In mehreren Disziplinen ging sie als Favoritin an den Start und hielt diesem Erwartungsdruck stand. So siegte sie überlegen im Weitsprung ihrer Altersklasse und gewann die Juniorexpertfinals über 30 Meter Wheelwalk und im IUF-Slalom. Eine ihrer großen Stärken ist ihre Vielseitigkeit. Folglich gesellten sich zu diesen und anderen Erfolgen in den Renndisziplinen weitere Podestplätze im Bereich Freestyle (Paarkür und Großgruppenkür), bei den Geländewettbewerben (Crosscountry und Uphill) und in den Urbandisziplinen (Trial, Speedtrial, Palettenweit- und - hochsprung). Insgesamt erreichte sie sechs Finalteilnahmen. Ins Finale kommen je nach Disziplin die sechs oder acht Besten aller Sportler über alle Altersklassen. Neben den schon erwähnten Endkämpfen im Wheelwalk und im IUF-Slalom startete sie im Juniorenfinale über 50 Meter Einbein (Platz 3) sowie in den Erwachsenenfinals im Weitsprung (Platz 5) und sehr überraschend auch im Hochsprung, in welchem für sie jedoch bei der Einstiegshöhe Schluss war.

Nur im Juniorexpertfinale Speedtrial wurde sie kampflos Juniorenmeisterin, weil ihre drei Gegnerinnen schon nicht mehr in der Halle weilten, als zu spätabendlicher Stunde die Finalteilnehmerinnen verkündet wurden. Auch solche Kuriosa tragen sich zu bei so komplexen Events wie einer Europameisterschaft.

Vier Podestplätze stehen für die 14 jährige Verena Kotalla in den Ergebnislisten. Sie gewinnt souverän die Konkurrenz der Einzelküren in der Altersklasse 14 und holt gemeinsam mit Henriette Platz zwei in der Paarkür Juniorexpert. Beider Vortrag zu Jaques Offenbachs „Can-Can“ war eine Augenweide. Im Coasting wird es Platz drei in der AK U15. 

Als eine der 22 Fahrerinnen und Fahrer der Großgruppe des Freestyleteam Bayern darf sie sich eine weitere der wunderschönen Expertmedaillen abholen, eine silberne in diesem Fall.

Die 12 jährige Annalena Söll schafft das beinahe Unmögliche, den Gewinn einer Medaille in einem der Bahnrennen der bärenstarken AK U13, die fast nur aus Rennspezialistinnen besteht. Über 800 Meter gelingt ihr dieser Erfolg, etwas Besonderes für eine Sportlerin aus einem Verein, der nicht wie andere Vereine der europäischen Leistungsspitze mehrfach pro Woche auf einer 400 Meter Rundbahn trainieren kann. Diese Leistung berechtigte sie zur Teilnahme am Juniorenfinale über die zwei Stadiorunden, das sie mit dem sechsten Platz beendete. Platz drei im Coasting sowie Platz zwei im Flatland vervollständigen ihre Erfolgsbilanz.

In dieser Disziplin holt auch der 13 jährige Vincent Käser seine erste Medaille bei einer großen internationalen Meisterschaft. Ferner schafft er es ins Juniorexpertfinale über 50 Meter Einbein und belegt zahlreiche Plätze unter den besten zehn Einradfahrern Europas in seiner Altersklasse, unter anderm über 30 Meter Wheelwalk (6.), im 10 km Rennen (6.) oder im Cyclocross (8.). Wie Annalena gehört auch Vincent zum Team B des Freestyleteam Bayern, das Fünfter wird in der Konkurrenz der Großgruppenküren.

Der 22 jährige Konstantin Höhne bereichert die Bilanz der Garser mit zwei vierten Plätzen über 10 km und im Uphill, jeweils in der AK 19 bis 29. In der Expertwertung aller 79 Starter im Uphill findet man seinen Namen an Position acht.

Mit Michael Höhne kam auch der Senior des Garser Teams nicht ohne Medaille nach Hause. Er holte Bronze über 100 Meter in der AK 50+ und wurde Zweiter im Weitsprung sowie im Uphill, beides in der AK 30+. Am Schlusstag der EM fuhr er den ersten Marathon seiner Karriere. Mit einer Zeit knapp über zwei Stunden gelingt ihm ein sechster Platz in der Altersklasse 30+.

Nun beginnt für die Garser EM Starter eine trainingsfreie Zeit zum Regenerieren, bevor im September ins neue Trainingsjahr gestartet wird und im Herbst erneut verschiedene Wettkämpfe anstehen, unter anderem vom 17. bis 19. November die Deutsche Freestylemeisterschaft in Waging am See.

 

JUL 2017: Garser Einradler bei Bayerischer und Deutscher Meisterschaft Einrad-Rennen erfolgreich

Bevor am 29. Juli in Sittard/Niederlande die Europameisterschaften beginnen, hatten die Einradfahrer des TSV Gars noch bei zwei Rennmeisterschaften die Möglichkeit, ihren Leistungsstand zu überprüfen.
Am 1. und 2. Juli waren sie mit ca. 180 weiteren Sportlern im unterfränkischen Hofheim am Start anläßlich der Offenen Bayerischen Meisterschaft in den Renndisziplinen.
Bei den Jüngsten in der Altersklasse U9 nahmen Anna Steffan und Luzia Gerzer sehr erfolgreich teil. Die achtjährige Anna holte erste Plätze über 100 Meter, 50 Meter Einbein und im IUF-Slalom sowie Platz zwei über 400 Meter. Der Sieg auf eben dieser Stadionrunde ging an die ebenfalls acht Jahre alte Luzia, die ihre erste Rennmeisterschaft erlebte.
In der AK U13 war Annalena Söll (12) zweimal bei der Vergabe der Medaillen zugegen. Sie nahm Silber über 30 Meter Wheelwalk in Empfang sowie die Bronzemedaille im Rennen über 800 Meter mit nach Hause.

Die dreizehnjährige Henriette Höhne gewann das Coasting sowie den Hoch- und den Weitsprung in ihrer Altersklasse (U15) und wurde Fünfte in der Expertwertung Weitsprung. Platz zwei steht im IUF-Slalom in den Ergebnislisten. Über 50 Meter Einbein wurde es Platz 3.

Knapp 200 Einradfahrer aus ganz Deutschland trafen sich zwei Wochen später in Illertissen im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben zur den deutschen Titelkämpfen im Einradrennen. Im Vöhlinstadion gehörten vom 14. bis 16. Juli bei guten äußeren Bedingungen auch sechs Garser Sportler zu den Teilnehmern.

Henriette Höhne konnte mit der neuen persönlichen Bestleistung von 2,40 m und großem Vorsprung vor der Zweitplatzierten (1,70m) ihren Juniorenmeistertitel im Weitsprung verteidigen, ebenso wie den schon im Vorjahr errungenen Platz zwei im Hochsprung der Juniorinnen mit erstmalig gesprungener Höhe von 49 cm. Dazu kam die Silbermedaille im Coastingwettbewerb der Juniorinnen sowie Platz 3 in der Altersklassenwertung U15 im IUF-Slalom -  eine Leistung, die zur Teilnahme am Juniorexpertfinale dieser Disziplin berechtigte, in welchem sie dann allerdings das Podest knapp verfehlte.

Zu Deutschlands besten Einradrennfahrerinnen in der AK U13 gehört Annalena Söll. Diese Gewissheit untermalte sie mit Platz zwei über 30 Meter Wheelwalk sowie mit dritten Plätzen über 400 Meter, 800 Meter und im Weitsprung. Auch sie qualifizierte sich im Wheelwalk und über 800 Meter für die Juniorenfinals. Obwohl sie in diesen beiden Finalläufen schlussendlich nicht mehr unter die ersten drei kam, war das Erreichen der Endrunden ein großer Erfolg.
Bei den Jüngsten verfehlte Anna Steffan mit Platz vier nur ganz knapp eine Medaille über 50 Meter Einbein. Wenn man bedenkt, dass sie im Oktober gerade erst neun Jahre alt wird und in Illertissen in der AK U11 antreten musste, bekommt diese Leistung unter den zumeist 10 jährigen Konkurrentinnen einen besonderen Stellenwert.
Mit Platz fünf über 800 Meter steuerte die zehnjährige Antonia Söll ein weiteres gutes Ergebnis für die Garser bei.

Ebenfalls fünfte Plätze erreichte Michael Höhne (52) in der AK 30+ über 100, 400 und 800 Meter, im Rennen über 50 Meter Einbein sowie im IUF-Slalom, wobei da vor allem die neuen persönlichen Bestleistungen über die Sprintdistanz, die Stadionrunde und im Einbeinwettbewerb bemerkenswert sind.

Insgesamt also blicken die Garser auf erfolreiche Rennwettkämpfe zurück und optimistisch in Richtung Europameisterschaften, bei welcher das Team dann noch durch Verena Kotalla, Vinzent Käser und Konstantin Höhne verstärkt wird.

Wer sich immer brandaktuell über diese kontinentalen Wettkämpfe informieren möchte, dem sei der Blog der Garser Einradler www.konstantinhoehne.de/category/em-2017/ empfohlen.

 

JUN 2017: Garser Einradler erfolgreich bei ODM Muni

Am Silbersattel im thüringischen Steinach trafen sich vom 9. bis 11. Juni knapp 100 Einradfahrer aus ganz Deutschland, um die deutschen Meister in den Geländedisziplinen Uphill, Downhill und Crosscountry sowie im Trial, Flat und Street zu ermitteln.

Auch vier Einradler des TSV Gars am Inn waren am Start.

Die Wettbewerbe begannen mit der Entscheidung im Uphill, bei welcher von den Fahrern ein sehr steiler, wurzeldurchsetzter Anstieg von ca. 300 Metern zu bewältigen war. Bei den Juniorinnen wurde die 13 jährige Henriette Höhne Deutsche Vizemeisterin, Annalena Söll, 12, kam auf Platz sechs ins Ziel. Vierter bei den Junioren wurde der 13 jährige Vincent Käser. Michael Höhne, 52, holte Platz eins in der Altersklasse 30+.

Zwei spektakuläre Strecken mit engen Kurven, Drops und steinigen Abschnitten ergaben in der Addition die Wertung in der Disziplin Downhill. In relativ schneller Abfolge hatten die Titelanwärter beide Kurse zu absolvieren und wurden sowohl am Start, als auch im Zielbereich von zahlreichen Zuschauern ebenso bestaunt wie bejubelt.

Auch in dieser Disziplin konnte Henriette Höhne den Pokal für den Vizemeistertitel bei den Juniorinnen entgegennehmen. Für Annalena Söll und Vincent Käser stehen sehr gute vierte Plätze in den Ergebnislisten. Michael Höhne kam auf dem zweiten Platz an.

Der 6,8 km lange Crosscountry rund um den 842 Meter hohen Fellberg bildete den Abschluss der Geländewettkämpfe. Er hatte sowohl steile Uphillpassagen als auch technisch anspruchsvolle Downhillabschnitte zu bieten und dazwischen immer wieder Strecken, auf denen mit hoher Trittfrequenz Tempo gemacht werden musste. Im starken Starterfeld bei den Junioren holte hierbei Vincent Käser die Bronzemedaille, eine hervorragende Leistung, mit der im Vorfeld keinesfalls zu rechnen war. Die Plätze drei und vier gingen bei den Juniorinnen an Henriette Höhne und Annalena Söll. Zweiter in der 30+ wurde Michael Höhne.

Neben den Entscheidungen im Gelände ermittelte man in Steinach auch die Deutschen Meister in den Urbandisziplinen.

Juniorenmeisterin im Trial wurde dabei Henriette Höhne. Wie alle anderen Starter hatte sie dabei zwei Stunden Zeit, um sich an 60 kreativen und anspruchsvollen Hindernissen, gebaut aus Holzpaletten, Balken, Stahlrohren oder Traktorenreifen, zu versuchen. Schlussendlich schaffte sie 28 davon und damit weit mehr, als jede andere Starterin im Juniorenbereich.

Im Flatwettbewerb ging Vincent Käser an den Start und wurde für seine Leistung bei den Junioren mit der Silbermedaille geehrt.

 

MAI 2017: Drei Wettkämpfe in zwei Wochen

Die letzten zwei Wochen hielten drei verschiedene Wettkämpfe für einige der Garser Einradfahrer bereit:

Den Auftakt machte die Deutsche Meisterschaft Freestyle des BDR in Bottrop/NRW

Der Einradsport in Deutschland ist in zwei verschiedenen Verbänden organisiert, und so gibt es auch zweimal im Jahr die Möglichkeit, bei einer Deutschen Freestyle-Meisterschaft zu starten. Von den Sportlern werden diese Veranstaltungen inzwischen erfreulicherweise verbandsübergreifend genutzt, was den Wert einer guten Platzierung bei so einem Event natürlich erhöht. Aber ganz einfach ist das für die Fahrer nicht immer, setzt man doch in den Bewertungen recht unterschiedliche Schwerpunkte und hat differierende Vorstellungen davon, was eine gute Kür ausmacht. Und eine in dem einen Verband erfolgreiche Kür muss im anderen nicht durchaus den selben Stellenwert haben.

Die DM 2017 des BDR fand vom 28. bis 30. April in Bottrop in Nordrhein-Westfalen statt, und wir Garser waren zum ersten Mal am Start, vertreten durch Cilli Rotter (12), Annika Sperr (12) und Henriette Höhne (13).

Aufgrund der Vielzahl an Entscheidungen und des erwartet hohen Teilnehmerfeldes wurden die Wettbewerbe im Standardskill und X-Style vorsorglich bereits auf den Freitagnachmittag gelegt, was die Starter der Vereine südlich von Main und Donau vor zum Teil erhebliche Probleme stellte. Wer am 28. noch arbeiten musste oder nicht schulfrei bekam, konnte die 700 km nur dann pünktlich bis zum Wettkampfstart bewältigen, wenn er mit etwas Glück aus der Fülle der Anreisewege den mit den wenigsten Baustellen und dem geringsten Stauaufkommen ausgewählt hatte.

Etwas gerädert vom mehrstündigen Anreisestress unter Dauerzeitdruck sprintete Henriette dann um 18:30 Uhr in die Halle, um der Jury zuzurufen, dass sie nun auch angekommen wäre und man sie um Himmels Willen nicht aus der Startliste streichen soll. Gottlob war man im Wettbewerb noch nicht allzuweit fortgeschritten, selbst Einfahren ging noch.

Für diesen nicht unbedingt optimalen Vorlauf funktionierte der X-Style dann richtig gut und brachte den Vizemeistertitel bei den Juniorinnen. Lediglich der verflixte 540er Unispin, der den Schlussakkord bilden sollte, wollte nach zwei sicheren Versuchen beim Warmfahren dann im Wettkampf nicht klappen.

Die nächtliche Ruhephase zwischen Wettbewerb und Wettbewerb war kurz. Am sehr frühen Samstagmorgen saßen wir wieder in der Halle für die um 8 Uhr beginnenden Einzelkürkonkurrenzen. Dort war für den TSV Gars Henriette in der AK U14 am Start und holte mit ihrer Kür zum Film „Newt Scamander and his fantastic beasts“ Platz 3.

Am Nachmittag präsentierten Cilli und Annika in der AK U13 ihre sehr unterhaltsame Paarkür „Ich und mein Holz“, die auf Platz fünf gewertet wurde.

Alle drei waren dann am Sonntag mit dem Team Junior des Freestyleteams Bayern am Start in der Konkurrenz der Großgruppen U15. Mit 15 weiteren bayerischen Fahrern holten sie nach einem sehr gelungenen Vortrag zum Thema „Die grauen Herren“ aus „Momo“ sehr verdient die Bronzemedaille. Acht Großgruppen aus ganz Deutschland sind am Start gewesen.

Unser besonderer Dank gilt dem Ausrichter VfL Grafenwald, der für hervorragende Rahmenbedingungen bei einer solchen Großveranstaltung sorgte.

 

Fotos © Lars und Jan Vocke / VFL Grafenwald

 

Nach zweieinhalb Tagen Turnhallenluft (bei schönstem Wetter draußen vor der Turnhallentür) wechselten wir am 1. Mai für die Rennen des Zebra-Cups unsere Position von Bottrop indoor nach Duisburg outdoor. Leider wechselte mit uns auch das Wetter von sonnig und warm nach verregnet und kalt – suboptimal für alles, was auf der Tartanbahn ablaufen soll. Aber man kann es sich nicht aussuchen, und da die Bedingungen den ganzen Tag über konstant blieben, kämpften zumindest alle 160 Teilnehmer mit den gleichen Widrigkeiten.

Der Wettkampftag startete gewohnt mit den 100 Meter. Hier holte Michael Höhne in der AK 30+ Platz drei, Henriette wurde Achte. Beide fuhren, der nassen Bahn geschuldet, recht mäßige Zeiten. Das zog sich durch alle Rennen. Selbst in den Finals ging es eher „gemächlich“ zu.

Auch auf der 100m Bahn, aber nur mit einer Renndistanz von 50m folgten die Einbeinrennen. Michael in Lauf 1 kam prima durch und wurde 6. in der 19+. Henriette holte Platz 2 in der U15.

Für die Wheelwalkrennen trocknete man sehr engagiert den Tartan mit Walzen etwas ab, aber nach der Einfahrphase schwamm die innere Bahn schon wieder. Henriette, die in jedem Rennen auf dieser Bahn eingeteilt war (außer über 400 Meter, da war es dann die Außenbahn), begab sich also auf Tauchgang, hatte in diesen Wassertiefen aber keine Chance auf eine wenigstens halbwegs brauchbare Zeit und landete etwas verärgert auf Platz vier.

Spannend auch der IUF-Slalom im „Wasserspielpark“ auf dem Nebenplatz. Man schneckelte im Zeitlupentempo um die Hütchen. Meist wurde ein etwas flotterer erster Lauf versucht, der bei vielen sonst recht schnellen Slalomfahrern in einem Ausritt aus dem Parcour endete. Im zweiten Durchgang, einem Sicherheitslauf für die Gesamtwertung, kam dann eine Zeit heraus, mit der man bei trockenen Verhältnissen bestenfalls in den unteren Altersklassen einen der vorderen Platz belegt hätte. Henriette gewann die U15 in 24,11s. Michael wurde 2. in der 30+ mit 30,14s.

Der 400 Meter Lauf brachte die Möglichkeit, mal wieder ein wenig aufzutauen und bei den einstelligen Außentemperaturen den Körper über 36 Grad zu erwärmen sowie Platz 6 für Henriette und Platz 2 für Michael.

In der Gesamtwertung U15 des Zebra-Cups belegte Henriette Platz 3.

 

 

Für den letzten der drei Wettkämpfe war keine Anreise bis in den hohen Norden der Republik nötig:

In der beschaulichen Stadt Hofheim in Unterfranken findet einmal im Jahr der in der Mountainbiker-Szene bekannte Wettkampf „Haßbergritt“ statt. Dieses Jahr bot der Veranstalter zum ersten Mal eine öffentlich ausgeschriebene Wertung für Einradfahrer an, unterteilt in Standard und Unlimited, also Radgrößen bis 26 Zoll in einer Wertungsklasse und alles größere und/oder mit Schaltung in der zweiten. 

Der Haßbergritt ist eigentlich ein reiner Mountainbikewettkampf mit drei verschiedenen Strecken von 23 bis 46km und unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Alle drei Strecken führen durch die idyllische Umgebung von Hofheim und sind so ausgelegt, dass sie mit einem Mountainbike gut befahrbar sind – eine Mischung aus Dorfstraßen, Feld- und Radwegen und schwierigeren, teils schlammigen Passagen im Wald. Entsprechend der Veranlagung des Wettkampfes gestaltete sich auch das Starterfeld: 271 Fahrradfahrer/innen (darunter dieses Jahr auch zwei mit E-Bikes in eigener Wertung) und erstmalig eben auch 10 Einradfahrer/innen. Und mit Konstantin und Michael Höhne kamen zwei der Einradfahrer aus Gars.

Die beiden hatten den Haßbergritt für sich entdeckt und wollten die Chance nutzen, an diesem, inzwischen bewährten und gut organisierten Wettkampf, teilzunehmen. So fuhren sie, zusammen mit Belinda und Benjamin Bebst – Einradler vom TSV Jetzendorf – die über 300km ins nördliche Bayern, mit im Gepäck zwei 36 Zoll Einräder, die die Garser als beste Wahl für die Länge der Wettkampfstrecke ausgemacht hatten. Der Veranstalter plante für die Einrad-Wertung die 23 Kilometer lange Route „Haßbergtest“, welche neben einem abwechslungsreichen Gelände rund 900 Höhenmeter zu bieten hatte.

Pünktlich um 14 Uhr erklang der Startschuss und die insgesamt 281 Teilnehmer machten sich vom Marktplatz in Hofheim auf den Weg. Schnell verteilten sich die Sportler auf die unterschiedlichen Strecken und nach den ersten Anstiegen hatte sich das Feld soweit auseinandergezogen, dass man während manchen Teilen des Rennens keinen anderen Fahrer mehr traf. 

Nach exakt 1h 22min und 1s fuhr Konstantin als erster der zehn Einradfahrer über die Ziellinie, gefolgt von Michael mit 1h 38min und 11s. Vierter in der Unlimited-Klasse wurde Benjamin Bebst mit einer Zeit von etwas über 2 Stunden. Belinda Bebst gewann souverän die Standard-Klasse der Frauen mit 2:00:43h. Konstantin freute besonders, dass er mit seiner Zeit den 28. Platz unter allen 44 Starter/innen der Fahrradwertung des Haßbergtests belegt hätte.

 

MÄRZ 2017: Erfolge bei der Oberbayerischen

Alle Jahre wieder organisieren die Lentinger Einradler im März so hervorragend die Oberbayerische Meisterschaft im Freestyle, und alle Jahre wieder sind auch die Garser Einradfahrer dabei zahlreich vertreten und sehr erfolgreich.

Den ersten Auftritt unserer Einradler hatte an diesem Wettkampftag Henriette Höhne in der Konkurrenz Juniorexpert mit ihrer neuen Kür „Newt Scamander and his Fantastic Beasts“, die für den JE-Bereich nun drei (statt bisher zwei) Minuten lang sein muss. 60 Sekunden mehr – das klingt erst mal gar nicht so dramatisch. Wie sehr man sich mit dieser Annahme jedoch täuscht, war den Startern in dieser Kategorie anzusehen … und zu hören. Alle schnauften mächtig nach ihren Vorträgen, die bestückt waren mit reihenweise Tricks höchsten Schwierigkeitsgrades. Henriette bot dabei neben diesen vielen Tricks noch eine tolle Performance und war sehr präsent auf der Wettkampffläche. Im Resultat holte sie den Titel „Oberbayerische Juniorenmeisterin“.

 

In den Paarkürkonkurrenzen hatten wir gleich fünf Auftritte der Garser zu verzeichnen.

Zum ersten Mal gingen in der AK U11 Antonia Söll und Melanie Wagenlechner an den Start. Mit ihrer spritzigen Kür zur Musik „Don`t stop me now“ von Queen holten sie den 4. Platz.

In der AK U13 waren zwei Paare vertreten. Christine Rosenberger und Katrin Mittermaier wurden 5. mit ihrer gelungenen Präsentation des Liedes „Thriller“ von Michael Jackson. Platz 1 ging mit großem Abstand an Annika Sperr und Cilli Rotter, die diese AK in Bayern momentan ganz klar dominieren. „Ich und mein Holz“ war das Thema ihres zweiminütigen, witzigen Vortrages.

Bei den 13 und 14 Jährigen erreichten Verena Kotalla und Vincent Käser Platz vier. Sie holten mit ihrer Kür die zwei Titelhelden des Films „Zoomania“ aufs Parkett. Das Besondere an diesem Auftritt: Vincent fährt erst seit ca. fünf Monaten Einrad und glänzte schon mit Tricks wie Dragseat in Front, 180er Unispin oder Standwalk.

In der AK 19+ erlebte das Publikum unter anderem Henriette mit ihrem Papa Michael. Die beiden ließen Heinz Rühmann das Lied „Wenn der Vater mit dem Sohne“ singen und gingen zu diesen Klängen gemeinsam auf Ausflug in die Stadt, was ihnen die Silbermedaille in dieser höchsten Altersklasse einbrachte.

 

In der Kleingruppenkonkurrenz zeigten Verena und Henriette gemeinsam mit Lisa und Anna Schubert vom USC München, dass sie außer brillant Einradfahren auch noch zünftig Schafkopfen können. Ihre gleichnamige, fünfminütige Kür, die sie in kompletter Eigenregie entwickelt hatten, war zum einen technisch sehr anspruchsvoll, aber vor allem wunderbar unterhaltend. Belohnt wurden sie mit dem zweiten Platz in der AK 15+.

 

Zum Abschluss gab es den Wettkampf der Großgruppen, das Highlight einer jeden Freestylemeisterschaft. Sechs Gruppen traten gegeneinander an.

Die 20 Garser zeigten dabei ihre Kür „Titanic“ und wuchsen förmlich über sich hinaus. Während ihres sehr emotionalen und fesselnden Auftritts war es mucksmäuschenstill in der Halle  – stets ein untrügliches Zeichen, dass es der Gruppe gelungen ist, Publikum und Jury zu berühren. Viel Lob und Applaus bekamen wir für Choreografie und Präsentation. Dass die Gilchinger Einradfahrer mit ihren zahlreichen deutschen Spitzenfahrern dann wegen des eindeutig besseren technischen Wertes verdient gewannen, tat dem zweiten Platz der Garser keinen Abbruch. Die Freude über die Medaille UND über die Tatsache, fasziniert und wunderbar unterhalten zu haben, war riesengroß!

Für die Garser fuhren: Christine Rosenberger, Katrin Mittermaier, Vera Vorderwestner, Antonia Söll, Melanie Wagenlechner, Annalena Söll, Nicole Eberl, Stefanie Maier, Nina Schwalm, Carolin Schwalm, Andrea Holzhammer, Cilli Rotter, Annika Sperr, Nadine Wimmer, Anne Gruber, Verena Kotalla, Henriette Höhne und Vincent Käser.

Danke an Eva und Anna Plininger aus Mühldorf, die in dieser Kür kurzfristig für zwei verletze Garser (Celina und Eliah) eingesprungen waren und ihre Sache glänzend machten.

 

 

Und noch ein TSV Gars Einradler war in einer Großgruppe beteiligt: Michael Höhne ging mit dem vereinsübergreifenden S-Kader an den Start. Die 12 Fahrer von 30 bis 60 Jahren hatten sich „Proud Mary“, den Rocksong in der Version von Tina Turner, als Thema ausgewählt und ließen diesen berühmten Schaufelraddampfer über den Mississippi schippern. Sie wurden 6., und was die 12 seit ihrem ersten Auftritt vor zwei Jahren gelernt haben, hat sehr beeindruckt. Ist doch allen eins gemeinsam: Sie haben durchweg anspruchsvolle Berufe, welche viel Zeit, Energie und Engagement fordern und nur sehr wenig Raum zum Trainieren lassen. Und unter diesen Voraussetzungen muss man es erst mal auf ein solches Trickniveau schaffen. Alle Achtung!

 

DEZ 2016: Film ab! - Die Weihnachtskür

Den ausführlichen Bericht mit vielen Fotos gibt es auf der >> Website von Konstantin Höhne


Nun ist sie Geschichte - unsere Weihnachtskür 2016. Die Idee dafür wurde am Abend nach der Vorstellung im Dezember 2015 geboren. Ein Jahr lang haben wir geplant, entworfen, Musik ausgesucht, gefilmt, das Videomaterial geschnitten, Choreografien entwickelt, geprobt, Kostüme geschneidert, Plakate und Einladungen gestaltet, Sponsoren gesucht und und und... So viel Arbeit für eine reichliche Stunde Show.
Aber was waren das für 75 Minuten!!! Jeder Handgriff dafür hat sich gelohnt, denn wir konnten dem Publikum ein bombastisches Spektakel präsentieren. Die Zuschauer staunten, jubelten, applaudierten, zückten ihre Taschentücher für Tränen der Rührung, hielten den Atem an bei spektakulären Szenen und erlebten die Inszenierung wie im Flug, der viel zu schnell vorüberging.

Die 29 Garser Einradler (ein Mädchen musste wegen eines gleichzeitig stattfindenden Kuraufenthaltes leider passen) wuchsen über sich hinaus und verblüfften die Zuschauer, aber auch sich selbst damit, dass sie auf den Punkt genau fit waren und die einstudierten Küren mit großer Hingabe und schauspielerischem Talent sehr sicher darbieten konnten.

Ein multimediales Gerüst gab in diesem Jahr unserem Projekt einen ebenso würdigen wie professionellen Rahmen.

Konstantin Höhne hatte 12 Monate dafür wahrlich geschuftet und beinahe jede freie Minute dem Unternehmen Weihnachtskür gewidmet. Er hatte Geld gesammelt, um Pofitechnik ausleihen zu können. Mit dem Betrag konnte er eine gewaltig große Rückprojektionsleinwand und einen geeigneten Beamer mieten und Beleuchtungselemente organisieren. Er beschaffte wie schon im letzten Jahr auch heuer wieder kostenlos die Beschallungstechnik von Sean Conway, dem unser besonderer Dank gilt. Er drehte Filme von den Einradlern beim Training der verschiedenen Disziplinen und während der Vorbereitung der Weihnachtskür und machte daraus in vielen Stunden Arbeit am Computer stimmungsvolle Videoclips. 

In Bildern festgehalten wurden die ganze Veranstaltung darüber hinaus von Belinda Bebst, die im September eine Ausbildung zur Fotografin begonnen hat. Sie fotografierte nicht nur die Show selber, sondern dokumentierte den ganzen spannenden Tag mit letztem Training, Durchlaufproben und all der wunderbaren Aufregung drum herum. Und auch vom Aufbau am Vortag gibt es viele stimmungsvolle Bilder.

Die Vorstellung begann mit einem eröffnenden Film und mit Videosequenzen eines Drohnenflugs über Gars, während eine Uhr die letzten fünf Minuten vor Showbeginn anzeigte. Bevor der Zeiger jeweils einen Minutenstrich weiterrückte, machte das Video immer mit einer Sparte unserer Einradlertätigkeit bekannt.

In dieser stimmungsvollen Umgebung konnten die Einradler all ihre Fähigkeiten offerieren und glänzten mit Küren zu den Musiken großer Filmklassiker:

Alle gemeinsam zeigten sich anfänglich dem Publikum zu Erkennungsmelodien großer Filmgesellschaften.

In weißen Kleidern mit Federboas schwebten dann die Mädchen der Wettkampfgruppe leicht und zart übers Parkett und verzauberten das Publikum zum Hauptthema aus dem Film „Forest Gump“, einer gefühlvollen Klaviermusik von Alan Silvestri, und es glitzerten bei nicht wenigen Zuschauern die Augen feucht.

Die Taschentücher waren noch nicht wieder ganz weggepackt, als die Freizeitgruppe zur Titelmelodie der James-Bond-Filme die Kürfläche in Beschlag nahm und elegante Geheimagenten mit Fliege und weißem Hemd sehr smart das Auditorium für sich einnahmen.

Eine Kür mit atemberaubendem Tempo zeigten 14 Fahrer der Fortgeschrittengruppe zu einem Medley aus verschiedenen Harry-Potter-Filmen. Ein Raunen ging durch die Zuschauerreihen, als das Klappmesser in großer Geschwindigkeit exakt gelang.

Ein Film mit Impressionen der Einrad-WM des Sommers 2016 in San Sebastian verschaffte den Sportlern ein paar Minuten zum Umziehen für den nächsten Kürblock und den Zuschauern Eindrücke von dieser wunderbaren, großen Einradveranstaltung.

Für diesen zweiten Kürblock erschien zuerst eine Gruppe attraktiver Cowboys, die zu Musik aus „Bonanza“ übers Parkett ritt.

Danach hatten die Jüngsten unseres Teams die Möglichkeit, einen Trick zu zeigen, den sie besonders gern mögen und schon gut beherrschen.

Und bevor „Unser Einradjahr in Bildern“ auf der großen Leinwand zu sehen war, gaben die „Sieben Zwerge“ ihren umjubelten Auftritt.

Mit der Fortgeschrittenengruppe und der Kür zu „Titanic“ erlebte das Publikum den opulentesten Showact des Abends. 18 Fahrer erzählten in ausdrucksstarken Bildern und der Zeit angepassten Kostümen sehr emotional die Geschichte des Untergangs dieses Luxusliners der „White Star Line“.

Danach waren noch mal die Freizeitfahrer an der Reihe und wirbelten als stolze Seeräuber zu „Pirates of den Caribbean“ durch die Halle.

Die trickmäßig schwierigste Kür zeigten dann die Fahrer der Wettkampfgruppe zu Melodien aus „Star Wars“.

Den Abschluss bildete ein gemeinsamer Auftritt zur epischem Musik „Hearts of Courage“.

Zu einem Tanz aus “ Stolz und Vorurteil“ gaben die Einradler noch eine kurze Zugabe, bevor der Zauber leider (einhelliger O-Ton der Fahrer) schon wieder vorüber war.

 

OKT 2016: Deutsche Meisterschaft in Nümbrecht

 


Die Videos der Deutschen Meisterschaft in Nümbrecht gibt es im Video-Archiv von Konstantin Höhne


Nach der sehr gelungenen Ajata Freestyleconvention vom November 2015 war Nümbrecht im Bergischen Land unweit Kölns in diesem Jahr wieder Austragungsort eines großen Einradevents – der Offenen Deutschen Meisterschaft im Einradfreestyle.

Über 200 Sportler und Betreuer machten sich am langen Wochenende rund um den Tag der Deutschen Einheit auf den Weg in die Nümbrechter GWN-Arena.

Die Erinnerungen an die bestens organisierte Convention vom letzten Jahr und all die Ankündigungen und Informationen, die für das diesjährige Ereignis vorab zu bekommen waren, gaben Anlass zu der Hoffnung, dass wir ein vortreffliches Meisterschaftskonzept zu erwarten hatten. Nun, da die Wettkampftage Geschichte sind, können wir sagen: Wir haben bisher keine besser arrangierte Deutsche Freestylemeisterschaft erlebt.

Und um dieser Meisterleistung nicht nachzustehen, gaben auch die Garser Starter ihr Allerbestes.

Noch einmal wurde Charlie Chaplin von Henriette Höhne in ihrer gleichnamigen Einzelkür zum Leben erweckt. Die Perfomance gewinnt immer mehr an Format und reift von Auftritt zu Auftritt. Im Vergleich zum Start bei der Weltmeisterschaft nun nochmal um einige neue Tricks aufgestockt, wurde die Darbietung eine wirklicher Hingucker. Es ist fast schade, diese Kür nun ablegen zu müssen, aber nach zwei Deutschen Meisterschaften und einer WM muss Schluss sein mit diesem Thema und eine neue Idee her. Henriette gewann sowohl die Technikwertung als auch die Performance und holte sich den Sieg in der AK U15.

Mit Bronze in der gleichen Altersklasse wurde Verena Kotalla belohnt. Auch sie zeigte ihre WM-Kür. Ihre Mäusepolizistin aus dem Film „Zoomania“ bestach vor allem mit gekonnten Gliding- und Dragseatvariationen. Wieder einmal kam sie fehlerfrei durch ihren Vortrag und ließ sieben Fahrerinnen aus ganz Deutschland hinter sich.

Unschlagbar waren die beiden Mädchen in der gemeinsamen Paarkür. Ihr Auftritt mit „Looking for a partner“ – auch dieses Thema zum letzten Mal gezeigt – lief so rund und traumtänzerisch sicher, dass kein anders Paar auch nur annähernd in die Nähe dieser Leistung kam.

Bei den Großgruppenküren am letzten der drei Wettkampftage waren insgesamt fünf Garser Starter für das Freestyleteam Bayern im Einsatz.
Cilli Rotter und Annika Sperr gehörten zu den „Grauen Männern“ aus dem Buch „Momo“ von Michael Ende, der Kür des Team Junior in der AK U15. Leider gibt es in dieser Altersklasse keine wirkliche Konkurrenz. Nur noch eine Vereinsmannschaft aus Appenweier war am Start. Aber auch wenn es schade ist, nicht gegen mehr Mannschaften auf Augenhöhe antreten zu können, so schmälert das nicht die Leistung der Fahrer, die eine wunderschöne Kür aufs Parkett zauberten. Am Vorabend beim öffentlichen Training hatten die 22 jungen Herrschaften noch viel Spielraum für eventuelle Leistungssteigerungen gelassen, im Wettkampf jedoch waren sie auf den Punkt präsent und holten Gold.
Die AK 15+ sah fünf Großgruppen am Start. Im 21 Fahrer starken gemischten A- und B-Kader des Freestyleteams fuhren  Anne Gruber, Verena Kotalla und Henriette Höhne. „4 Elemente“ hieß die Kür, in der ein Indianer die vier Elemente Wasser, Feuer, Luft und Erde zum Leben erweckte. Mit Silber dekoriert kehrten die Mädchen nach Gars zurück.

20 WM-Medaillen für die Garser Einradler

 


Ausführliche Berichte zu jedem Wettkampf, viele Fotos und Videos gibt es im Blog "UNICON 18" auf konstantinhoehne.de


Überaus erfolgreich kehrten die sechs Garser Starter von der Einrad-WM „UNICON“ 18 aus dem nordspanischen San Sebastian zurück und toppten damit noch mal das Ergebnis von Montreal 2014. Vom 27. Juli bis 7. August kämpften sie gemeinsam mit 850 Frauen und 975 Männer aus 41 Ländern um die begehrten Medaillen und konnten 20 davon selber in Empfang nehmen.

Ihre große Vielseitigkeit stellte dabei die 12 Jährige Henriette Höhne unter Beweis und war mit sieben Siegen, vier zweiten und zwei dritten Plätzen in den Altersklassen U13 bzw. U15 die erfolgreichste Garserin. Ihre Podiumsplatzierungen errang sie in fünf der sechs Disziplinkomplexe des Einradsports. So siegte sie bei den Einradbahnrennen über 50 Meter Einbein, über 30 Meter Wheelwalk und holte Silber im IUF-Slalom, gewann im Bereich Urban den Trial, den Speedtrial, das Weitspringen sowie die beiden Palettensprungdisziplinen und holte Bronze im Hochsprung, wurde Zweite bei den Straßenrennwettbewerben über 10 Kilometer, holte zweite Plätze in der Einzelkür und mit der Bayerischen Kleingruppe im Bereich Freestyle sowie Bronze im Uphill bei den Geländewettbewerben. Das erste mal bei einer WM schaffte sie den Einzug in zwei Expertfinals, welche die jeweils sechs bis acht Besten aller Starter einer Disziplin erreichen und in denen der Weltmeister ermittelt wird. Diese Finalteilnahmen gelangen ihr im Weitsprung und im Trial, wo sie sich als Jüngste mit den jeweils Weltbesten messen durfte.
 

Mit einem hervorragenden und so nicht erwarteten Ergebnis beschloss Michael Höhne die Wettbewerbe der 18. UNICON. Fünf mal wurde er zur Siegerehrung der Altersklasse 50+ aufgerufen. Platz zwei holte er im 800 Meter Bahnrennen und im 50 Meter Einbein Wettbewerb, Platz drei über 400 Meter auf der Bahn, im Uphill und im Cyclocross.


Zwei Medaillen steuerte die 13 jahrige Verena Kotalla dem Garser Gesamtergebnis bei. Sie errang Bronze mit ihrer Einzelkür und Silber mit der Kleingruppe des Freestyleteams Bayern. Siebte und Zehnte wurde sie im Weitsprung und im Downhill-Beginnerrennen.
Platz vier wurde es gemeinsam mit Henriette in der Paarkür. Und eben diesen Platz erreichten die beiden Mädchen auch mit der 24 Fahrer starken Großgruppe des Bayerischen Freestyleteams.

Auch WM-Neuling Annalena Söll, 11 Jahre, war erfolgreich und stand nach dem Downhillgliding auf dem Siegerpodest. Sie durfte sich in diesem Wettbewerb die Bronzemedaille abholen. Dazu kamen die Plätze fünf im Downhill-Beginnerrennen und über 400 Meter, Platz sieben über 30 Meter Wheelwalk sowie zahlreiche Plätze unter den ersten zehn bei ihren anderen Starts auf Bahn und Straße.

Der 20 jährige Konstantin Höhne startete im Trial und bei den Geländewettbewerben und ging diesmal ohne Medaille aus, hatte aber in der AK 19 bis 29 die jeweils Weltbesten als Konkurrenten. So wurde er zum Beispiel 18. im Uphill seiner AK, was die 26. Zeit aller 164 männlichen Starter dieser Disziplin bedeutete. Ähnlich waren seine Ergebnisse bei den anderen Starts.

Neunte über 100 und 400 Meter wurde die neunjährige Antonia Söll in der Altersklasse U11.

Brillante MUni-DM in Neukirchen am Teisenberg

Brillant – das ist das Attribut, mit welchem die Deutsche Meisterschaft im Mountain Unicycling in Neukirchen am Teisenberg am 2. und 3. Juli 2016 zu beschreiben wäre, sollte man denn dies in einem einzigen Wort tun. Brillant in Organisation und Durchführung, brillant, was die Leistungen der Garser Teilnehmer betrifft.

Für die exzellenten Rahmenbedingungen sorgte Familie Mathes aus Neukirchen mit einem Stab von unglaublichen 160 Helfern. Vor der so maßgeschneiderten Vorbereitung und Durchführung dieser Meisterschaft können wir nur dankend den Hut ziehen und uns tief verbeugen! Ganz entscheidend in diesem Zusammenhang auch die absolut stimmige Zeitmessung und Auswertung von Andreas Rodler. Chapeau!

Nicht weniger exzellent waren die Leistungen der Garser Einradler, erreicht durch den enormen Kampfgeist, den alle in den drei Wettbewerben Crosscountry, Uphill und Downhill an den Tag legten. Das Fundament dafür bauten die MUnifahrer mit dem regelmäßigen, allwöchentlichen Geländetraining in und um Gars.

Die Meisterschaft begann am Samstag Vormittag mit dem CROSSCOUNTRY. Ideale äußere Bedingungen komplettierten die attraktive Strecke und den schönen Start-Ziel-Bereich. Start und Ziel lagen nur wenige Meter auseinander, man konnte die Sportler lange sehen und anfeuern zu Beginn ihrer Fahrt und schon frühzeitig beobachten und bejubeln, wenn sie zur Zeitmessung zurückkehrten. Auf einer von einem einheimischen Schreiner gezimmerten, originellen Einrad-Bank im Sinne einer „Kiss and Cry-Corner“, wie man sie aus fernsehträchtigen Sportarten kennt, wurden einige ins Ziel gekommene Fahrer vom Eventsprecher interviewt. Das hatten sie in dieser Art auch noch nicht erlebt.

Gestartet wurde im Abstand von 30 Sekunden, wobei die erwartet leistungsstärksten der 165 Sportler auch zu Beginn des Feldes ins Rennen gingen. Mit 23:10,516 min bewältigte Ben Soja aus Potsdam und fürs Team Mad4One startend die 6,5 Kilometer lange Strecke als schnellster aller Fahrer.

Ergebnisse der Garser Starter:
Annalena Söll fuhr 38:52,982 min und wurde Fünfte in der AK U13, in der 12 Fahrerinnen am Start waren.
In der selben Altersklasse holte Nicole Eberl mit 42:18,862 min Platz sieben.
Henriette Höhne gewann diese AK in 32:10,432 min und holte mit dem Sieg in der Wertung Junior-Expert (alle Mädchen unter 15 Jahren) auch den Titel „Deutsche Juniorenmeisterin“.
Verena Kotalla war 42:47,174 min unterwegs, was den siebten Platz in der AK U15 brachte (15 Starter).
Eliah Eibl wurde mit 43:46,792 min Siebter bei den U13 Herren (zehn Starter).
Konstantin Höhne fuhr mit 31:48,235 min die schnellste Zeit aller Garser und errang in der leistungsstärksten Altersklasse U30 Platz sieben (17 Starter).
Platz eins mit 34:50,154 min holte Michael Höhne in der AK 50+ (fünf Starter).

 

Um 18 Uhr traten die Geländefahrer zum UPHILL an. Ca. 500 Meter ging es steil bergauf über Teer- und Kiesstrecke, wurzeldurchsetzten Waldboden und abschließendes Wiesenstück. Und pünktlich zum Start brach die heranziehende Wetterfront über den Startern los und verstärkte die Schinderei, die so ein Uphill immer mit sich bringt, mit Starkregen und peitschendem Wind. Einige ohnehin anspruchsvolle Teilstücke der Strecke wucherten zu einer mächtigen Herausforderung. Vor allem der schlammige Abschnitt im Wald entpuppte sich als mühsam und kräfteraubend. Doch allen Widrigkeiten zum Trotz – die Sportler kämpften sich tapfer bergauf und waren im Ziel gleichermaßen erschöpft wie stolz und glücklich.

Die Ergebnisse differierten stark und lagen zwischen knapp drei Minuten und fast einer Stunde. Doch allen, die diesen Kampf auf sich genommen haben, gebührt höchste Achtung. Diese Höhendifferenz muss man erst mal mit dem Einrad bewältigen!
Aber nicht nur die Starter kämpften mit den Wetterkapriolen, auch die Zeitmesstechnik war Regen und Wind ausgesetzt und hat dessen ungeachtet präzise funktioniert. Und nichts anderes gibt es von den Kampfrichtern und Helfern zu berichten, die zwar triefend nass und durchgefroren waren, aber gut gelaunt und munter ihren Job machten.

Ergebnisse der Garser Starter:
Annalena Söll 4.Platz in der AK U13 in 08:10,842 min
Eliah Eibl 5.Platz in der AK U13 in 11:33,575 min
Henriette Höhne 1.Platz in der AK U13 in 05:53,688 min sowie Sieg Juniorexpert (Deutsche Juniorenmeisterin)
Konstantin Höhne 4. Platz in der AK U30 in 04:23,328 min und 6. Platz Expert
Michael Höhne 1.Platz in der AK 50+ in 08:06,968 min

Am Abend trafen sich Sportler, Betreuer und Helfer im behaglich temperierten Festsaal des Ortes, erwärmten sich zurück auf 37 Grad Körpertemperatur, stärkten sich beim Abendessen und erlebten die Siegerehrungen der Sprungwettbewerbe des Vortages und des Crosscountry. Genauso schön wie die MUni-Meisterschaft waren übrigens die selbst entworfenen und getöpferten Medaillen sowie die edlen Pokale.

Die Aktivitäten des Sonntags begannen sehr früh, mussten doch über 150 Fahrer auf den Teisenberg transportiert werden, wo oberhalb der Stoißer-Alm der DOWNHILL-Wettbewerb startete. Dank eines ausgeklügelten Shuttle-Bus-Systems gelang das wunderbar. Auch das Wetter hatte sich wieder beruhigt, kurz vor Beginn des Wettkampfes spitzelte die Sonne erstmalig durch die Wolken und blieb dann über den gesamten Tag präsent. Um 11 Uhr ging der erste Einradler auf die anspruchsvolle und dennoch oder gerade deswegen Fahrvergnügen bereitende Strecke, die über 4,2 Kilometer hinab ins Ziel am Skilift führte, wobei 713 Höhenmeter zu überwinden waren. Dort warteten zahlreiche Zuschauer bei wunderbarer Atmosphäre auf die mutigen Fahrer und nutzten ausgiebig das umfangreiche Catering des Köhlervereins Neukirchen.
Jeder ankommende Fahrer wurde vom Publikum gebührend bejubelt und beklatscht und viele mit Namen, Verein und einigen zusätzlichen Informationen vom Sprecher begrüßt. Aus Garser Sicht hier besonders hervorzuheben die Leistungen von Annalena Söll und Eliah Eibl. Beide kämpften besonders beherzt in dieser Disziplin. Annalena errang eine hervorragende Bronzemedaille. Für Eliah fehlten zu Platz drei nur ganz wenige Sekunden, sein vierter Platz ist ebenso viel wert.
Sehr schnell waren die jeweils 15 Frauen und Männer ermittelt, die ein zweites Mal an den Start gehen durften, diesmal auf der kürzeren, aber noch schwierigeren Expert-Strecke. Bei den Männern gehörte Konstantin dazu, trat aber wegen einer leichten Verletzung nicht noch mal an. Auch Henriette hätte es ins Finale der Damen geschafft, aber alle Fahrer jünger als 15 wurden nicht zum Start auf dieser schwereren Strecke zugelassen. Man füllte das Feld mit älteren Startern auf.

Ergebnisse der Garser Starter:
Annalena Söll 3. Platz AK U13 in 21:19,029 min
Eliah Eibl 4. Platz AK U13 in 23:03,132 min
Nicole Eberl 9. Platz in der AK U13 in 30:44,596 min
Henriette Höhne 2. Platz AK U13 in 19:09,205 min
Konstantin Höhne 8. PLatz AK U30 in 17:31,542 min
Michael Höhne 1. Platz AK 50+ in 24:09,512 min

Mit einer stimmungsvollen Siegerehrung ging diese wunderschöne Meisterschaft zu Ende. Dabei wurden auch die Gesamtsieger gekürt:

Juniorinnen:

1. Henriette Höhne, TSV Gars am Inn
2. Anna-Lena Hartl, Pfizipfei Unicycling Untergriesbach/Passau
3. Benita Auernhammer, TSV Lenting

Junioren:

1. Jonas Ippenberger, Pfizipfei Unicycling Untergriesbach/Passau
2. Finn Boder, Bo-a Einrad Team Argenthal/Rheinland-Pfalz
3. Jan-Luca Knetsch, TSV Lenting

Damen:

1. Rebekka Wiedener
2. Anna-Lena Blaschke, USC München
3. Luise Helene Lang, SV Gleißenberg-Lixenried

Herren:

1. Ben Soja, Team Mad4One Potsdam
2. Benno Lang, SV Gleißenberg-Lixenried
3. Johannes Baumkirchner, United Optics Aigner Grieskirchen/Oberösterreich

Deutsche Meisterschaft Weit-und Hochsprung

Nachdem es in diesem Jahr nur eine reduzierte Version der Deutschen Meisterschaften im Einradrennen in Bottrop gegeben hatte, in die keine Sprungwettbewerbe eingebunden waren, nahm Thomas Hoffmann von den Vachendorfer Einradkids in Zusammenarbeit mit dem Mühldorfer Einradverein, dem SV Salamander Kornwestheim und dem SV Neukirchen das Zepter in die Hand und organisierte eine eigene Deutsche Sprungmeisterschaft am 1. Juli auf der Sportanlage des Chiemgau-Gymnasiums in Traunstein, sozusagen am Vorabend und in unmittelbarer Nachbarschaft der MUNi-DM. So konnte man im Rahmen dieses Wettkampfes auch gleich die Anmeldung für die Gelände-DM der nächsten beiden Tage erledigen, denn die Neukirchner Ausrichter waren mit einem Stand vor Ort – eine feine Sache.
Ein durchaus geeigneter Termin, dieser 1. Juli – waren doch mit den fürs Wochenende angereisten Geländefahrern schon mal eine ganze Menge guter Springer zugegen. Zusammen mit den nur für diesen Tag gekommenen Einradlern ergab das ein Starterfeld von knapp 70 Sportlern, das im Hochsprung und im Weitsprung in den verschiedenen Altersklassen gegeneinander antrat. Aus allen weiblichen und allen männlichen Teilnehmer wurden dann mit den Expertsiegern die Deutschen Meister ermittelt.
Bei strahlendem Sonnenschein und hervorragenden Bedingungen begannen die Wettbewerbe um 16 Uhr. Durch nicht zeitplangebundene, offene Startlisten konnte jeder Teilnehmer selbst entscheiden, wann er seine Sprünge absolvieren wollte.
Für den TSV Gars waren Cilli Rotter, Annalena Söll und Henriette Höhne in der Altersklasse U13 sowie Michael Höhne in der AK 19+ im Einsatz. Folgende Ergebnisse wurden erzielt:

Cilli Rotter
Platz 3 im Weitsprung mit 1,20m
Platz 5 im Hochsprung mit 27cm

Annalena Söll
Platz 4 im Weitsprung mit 1,15m

Henriette Höhne
Platz 1 im Weitsprung mit 2,10m
Platz 2 im Hochsprung mit 43cm

Michael Höhne
Platz 10 im Hochsprung mit 40cm
Platz 10 im Weitsprung mit 1,25m

Die Deutschen Meistertitel gingen im Hochsprung an Valerie Fürst aus Kornwestheim mit 73cm und Jürgen Markus aus Mühldorf mit 1,10m, im Weitsprung an Valerie mit 3,00m und an Andreas Richter aus Pocking mit 3,30m.

Phänomenale Gruppenkür in Lenting - 1. Platz

Mit einer phänomenal guten Leistung glänzte die Großgruppe der Garser Einradler bei der Oberbayerischen Meisterschaft in Lenting am 6. März 2016. Nun sollte man dieses Attribut ja nicht allzu vorschnell und unkritisch in den Mund nehmen, aber in diesem Fall darf man es getrost benutzen. Schon vor der Siegerehrung kamen verschiedenste andere Sportler und Trainer auf uns zu und äußerten ihre Begeisterung und ihr Erstaunen über diese Kür, die wie aus einem Guss daherkam und mit ihrem Schwung verzauberte. Musik- und Themengrundlage war die „Tritsch-Tratsch-Polka“ von Johann Strauss.

Nicht einen ähnlichen guten Durchlauf hatten wir im Training, im Wettkampf allerdings wuchs die Truppe dann über sich hinaus: Jede Formation klappte und wurde passend auf die Musik gefahren, Abstiege gab es nur verschwindend wenige, und für die Präsentation legten sich alle ins Zeug wie nie zuvor.

Passendes Outfit rundete das Gesamtbild ab: 13 hübsche Mädchen zeigten sich in verschiedenfarbigen Kleidern und mit liebevoll selbst gebasteltem Schmuck. Der Lohn für diese Gesamtleistung war der Titel „Oberbayerischer Meister“.

Starter für den TSV Gars waren:

Steffi Maier, Cilli Rotter, Annalena Söll, Annika Sperr, Nicloe Eberl, Andrea Holzhammer, Henriette Höhne, Celina Marecek, Verena Kotalla, Anne Gruber, Nina Schwalm, Carolin Schwalm, Nadine Wimmer 


Hier das Video der Kür ansehen


Sehr souverän und mit tadelloser Leistung gewannen auch Annika Sperr und Cilli Rotter ihre Paarkürkonkurrenz in der AK U13. Wieder einmal wirbelten Tom Sawver und Huckleberry Finn flott und sicher übers Parkett.

Viele Dinge im Einradwettkampfsport sind uns nun nach mehreren Jahren der Teilnahme gut vertraut. Diesmal jedoch wagten wir uns auf ein Stück Neuland und versuchten uns erstmalig im STANDARDSKILL.

Beim Standardskill werden innerhalb von drei Minuten maximal 18 Einradtricks gezeigt, 12 davon dürfen Non-Riding-Tricks sein, also Sprünge oder andere auf der Stelle gezeigte Tricks. Es steht ein besonderes Wettkampffeld für diese Disziplin zur Verfügung, das nach bestimmten Regularien und mit besonderer Armhaltung durchfahren werden muss. Jeder Trick hat eine Punktzahl, so dass nach Addition aller Trickwerte ein definierter Gesamtwert zustande kommt. Vor dem Wettkampf gibt man beim Kampfgericht den aufgestellten Standardskill ab und versucht, während des Wettkampfes die angegebene Punktzahl auch wirklich zu erreichen. Dabei müssen die Tricks genau in der Reihenfolge gefahren werden, wie sie auf dem abgegebenen Zettel stehen. Es gewinnt der Starter mit der höchsten erreichten Punktzahl.

Bisher haben wir uns ein wenig vor der Wettbewerbsform „Standardskill“ gedrückt“, weil sie uns doch ziemlich langweilig erschien, uns nun aber überzeugen lassen, dass sie zum Erlernen der Trickbezeichnungen und der einzelnen Tricks doch recht sinnvoll ist. Ganz nebenbei erwirbt man auch Fertigkeiten in der englischen Sprache. Der Vorteil gegenüber der klassischen Freestylekür: man benötigt weder Musik, noch Choreografie oder Kostüm.

Annalena Söll, Henriette und Michael Höhne waren die Tester in dieser Disziplin und holten in der teilnehmerstärksten AK U13 die Plätze fünf und eins. Mal sehen, ob wir für die nächste Meisterschaft weitere Garser Einradler als Starter im Standardskill gewinnen können.

Michael ging auch mit der vereinsübergreifenden Kleingruppenkür des schon etwas reiferen Semesters „Asterix in Lenting“ an den Start und holte dort mit sieben anderen Fahrern Platz zwei in der Konkurrenz 15+. Im Standardskill wurde Vierter in der AK 19+.

Konstantin hat dankenswerterweise den ganzen Tag über gefilmt und fotografiert, so dass uns auch diesmal wieder bestes Video- und Bildmaterial zum Erinnern und daran Erfreuen zur Verfügung steht.

DEZ 2015: "Einrad und Klassik" - Die Weihnachtskür 2015

Sonntag, 20.12., 16 Uhr: Die feierlichen Trompetenklänge aus Richard Strauss´ Präludium zu "Also sprach Zarathustra" leiten die Weihnachtskür 2015 ein, die ganz unter dem Motto "Einrad und Klassik" steht.

Die Zuschauer dürfen in dem kommenden 75 Minuten eine Mischung aus Einrad-Akrobatik und großen klassischen Musikwerken erleben - Stimmung, Dynamik und Rhythmus der verschiedenen Stücke aufgegriffen und verarbeitet in den einzelnen Küren der drei Gruppen des TSV Gars Einrad-Teams.

So tritt die Freizeitgruppe, die die jüngsten Einradfahrer vereint, zu den Klängen des "Radetzky-Marsch" von Johann Strauss oder dem weltbekannten "Jägerchor" aus Carl Maria von Webers Oper "Der Freischütz" auf. Die Fortgeschrittenengruppe präsentiert mit ihrer Kür zur "Tritsch-Tratsch-Polka" ebenfalls ein Werk der Strauss-Dynastie und beweist dann, dass auch der monumentale "Triumphmarsch" aus "Aida" von Guiseppe Verdi hervorragend für eine Einrad-Kür geeignet ist. Musikalisch äußerst abwechslungsreich ist auch die Wettkampfgruppe auf der Kürfläche unterwegs: Die sehr unterschiedlichen Passagen aus verschiedenen Stücken der "Peer-Gynth-Suite" von Edvard Grieg und der schnelle, französische Tanz "Can-Can" aus Jaques Offenbachs "Orpheus in der Unterwelt" stellen selbst die sechs wettkampferfahrenen Einradler vor neue Herausforderungen.

Zwischen den Gruppenküren präsentieren Annika Sperr und Cilli Rotter sowie Henriette Höhne und Verena Kotalla ihre Paarküren "Tom Saywer und Huckleberry Finn" und "Looking for a Partner". Die Sportler waren mit diesen Küren bei verschiedenen Wettkämpfen im Jahr 2015 sehr erfolgreich.

Neu sind in diesem Jahr drei Videovorführungen, die den Zuschauer Einblick in die Küren des Freestyleteam Bayern, unsere Fotos des Jahres 2015 und die Weltmeisterschaft 2014 in Kanada geben.

Um 17:15 Uhr verabschieden sich die 24 Einradler mit einem gemeinsamen Schlussbild zu den Klängen des "Te Deum" von Marc-Antoine Charpentier, das wohl jedem Zuschauer bekannt sein dürfte: Die inzwischen nicht mehr existente größte deutsche Samstagabendshow verwendete es als ihre Erkennungsmelodie.

Um der hochwertigen Musik, die immer einen großen Teil einer solchen Show ausmacht, gerecht zu werden, griffen wir dieses Jahr erstmalig auf professionelle Beschallungstechnik zurück, die uns freundlicherweise von Sean Conway (Conway PA) zu Verfügung gestellt wurde. Herzlichen Dank dafür!

 

Alle Interessierten können wie jedes eine DVD der Veranstaltung mit der ganzen Kür erwerben:

Hier gibt es alle weiteren Informationen dazu

 

NOVEMBER 2015: Einrad-Paarkür bei den Wasserburger Basketballerinnen

Nach der ersten spannenden Begegnung mit der Sportart Basketball während der Europameisterschaft kam es am Adventssonntag zu einem zweiten Zusammentreffen mit dieser Ballspielart. Henriette Höhne und Verena Kotalla waren eingeladen, beim Erstbundesligaspiel der Wasserburger Basketballerinnen aufzutreten. Dort wird für die 15-minütige Pause nach dem zweiten Viertel immer ein Show-Act gesucht, der die Zuschauer unterhält. Es war der Spieltag mit der brisanten Ansetzung Erster gegen Zweiter der Tabelle und dementsprechend stimmungsmäßig ordentlich was geboten. Die vom gewandten Hallesprecher in Rhythmus gebrachten Trommler machten gut Krach und heizten mächtig ein in der Badriahalle. Und die Wasserburger Spielerinnen gewannen souverän mit über 20 Punkten Vorsprung.

Verena und Henriette sind wunderbar gefahren und haben ein staunendes Publikum hinterlassen. Es kommt ja nicht so oft vor, dass sie vor so vielen Zuschauern auftreten, die mit dem Einradsport wenig bis gar nichts zu tun haben. Vermutlich hätten sie mit viel weniger Spektakulärem schon Entzücken hervorrufen können. Interessant ist bei so einem Auditorium immer, an welchen Stellen applaudiert wird oder wo die Leute „oh“ rufen, weil ihnen das Element jetzt aber auch gar zu riskant vorkam. Es sind jedenfalls ganz unterschiedliche Passagen im Vergleich zu einem Meisterschaftspublikum.

Nach Spielende schnappten sich die Mädchen noch einen der herumliegenden Basketbälle und kurvten mit der Kugel zwischen all den anderen Leuten kreuz und quer übers Parkett. Das rief die Vereins-Chefin auf den Plan, die ganz erstaunt war, wie behende man mit Einrad UND Ball umgehen kann und anbot, diese Sportart doch mal in einem anderen Bundesligaspiel zu präsentieren.

NOVEMBER 2015: Garser Einradler erfolgreich für WM 2016 in Spanien qualifiziert!

Am 21. und 22. November fanden in Norderstedt bei Hamburg die Qualifikationswettkämpfe im Bereich Freestyle für die Weltmeisterschaft 2016 statt. Und wenn man bei dieser starten möchte, war das am vergangenen Wochenende ein nicht zu vermeidender Ausflug von zwei mal rund 900 Kilometern in den Norden der Republik.

In unserem heimatlichen Umfeld offenbarte sich das Spektrum der Ansichten zu dieser unserer Unternehmung als vielfältig: man bedauerte uns, war erstaunt, ungläubig, wünschte uns natürlich auch Erfolg, und einige hielten uns ganz offensichtlich für nicht ganz bei Trost - in zweieinhalb Tagen mit dem Auto nach Hamburg und retour – diese Verrückten!

Dieser Qualifikationswettkampf bot eine komplett neue Palette an Erfahrungen. Bisher war eine derartige Veranstaltung für uns noch nicht vonnöten gewesen. In Montreal 2014 hatte das deutsche Kontingent ausgereicht für die Starter, die sich über den großen Teich nach Kanada trauten. Allerdings klang es uns noch in den Ohren, wie damals über die 2012er Quali vielstimmig geklagt worden war. Das schürte unsere Neugier, befeuerte aber auch unsere Skepsis.

Nun - im Nachhinein betrachtet - es war tatsächlich ein Wettkampf der speziellen Art mit einer höchst eigentümlichen Spannung in der Halle, aber ganz gewiss auch nicht DAS Drama, welches man nach den Vorberichten hätte befürchten können. Der Ausgang der Wettbewerbe hat natürlich weitreichende Konsequenzen für Trainingsumfang, -moral und -fortschritt der nächsten neun Monate, und dieses Wissen gibt den Auseinandersetzungen ein gutes Maß an Brisanz. Unter diesem Druck ist das Team A des Freestyleteam Bayern mit den beiden Garsern Verena Kotalla und Henriette Höhne wirklich phänomenal gut gefahren und hat den Fight gegen vier andere, nahezu gleichstarke Großgruppen knapp gewonnen. Never ever better!

Die Moorbekhalle in Norderstedt ist eine Sechsfachhalle ihres Zeichens, eine luxuriöse Sport-immobilie mit viel Platz, um in den Zeiten ohne Wettkampfstress unbekümmert üben zu können, was die Fahrer auch emsig nutzten.

Verena Kotalla und Henriette Höhne qualifizierten sich in der Einzelkür der U15 und U13 und für ihre gemeinsame Paarkür. Henriette brauchte allerdings in ihrer Einzelkür und zusammen mit Verena in der Paarkür nicht anzutreten, da ihnen bereits ein sicherer Startplatz zustand.

Sie konnten die freie Zeit jedoch gut nutzen, denn Moorbekhalle in Norderstedt ist eine Sechsfachhalle ihres Zeichens, eine luxuriöse Sport-immobilie mit viel Platz, um in den Zeiten ohne Wettkampfstress unbekümmert üben zu können.

Fotos der Gruppenkür "Trip into the Future" des Team A des Freestyleteam Bayern mit Verena Kotalla und Henriette Höhne aus Gars.

Fotos © Jan Vocke

Weitere Informationen über den Qualifikationswettkampf und viele andere spannende Neuigkeiten finden Sie auch auf der Website des Freestyleteam Bayern:

http://www.freestyleteam-bayern.de

OKTOBER 2015: Offene Deutsche Meisterschaft Einrad-Freestyle in Appenweier

Einen ausführlicheren Artikel gibt es auf der Website von Konstantin Höhne


Mit dem Einrad kommt man herum in Deutschland!

Zur diesjährigen Deutschen Freestylemeisterschaft führte uns unser Sportgerät in den Schwarzwald. Gastgeber war der TV von Appenweier, einer Gemeinde im Ortenaukreis, die unweit der französischen Grenze liegt und von wo aus man nur noch ca. 20 Minuten in den Elsass nach Strasbourg braucht. (So war auch der vom Caterer angebotene Elsässer Flammkuchen das Hauptnahrungsmittel der Einradgemeinde am Wettkampfwochenende. Aber das nur nebenbei.) Hauptsächlich sind die Sportler und ihre Betreuer in den Südwesten der Republik aufgebrochen, um in den Wettbewerben der Einzel -, Paar – und Gruppenküren an den Start zu gehen.

Vom TSV Gars waren Cilli, Annika, Henriette, Celina, Verena und Anne am Start.

In der am Freitag Abend stattfindenden Einzelkürkonkurrenz holte Cilli mit einer Vielzahl schwerer Tricks in ihrer Kür Silber in der AK U11 als kleiner Wassermann.

Annika erreichte Platz vier in der U12 und zauberte das putzige Eichhörnchen aus „Ice-Age“auf`s Parkett.

Henriette hauchte mit viel Präsenz ihrem Charlie Chaplin gekonnt Leben ein. Der Lohn war die Titelverteidigung in der Altersklasse U13.

Und auch Verena dominierte ihre AK U14 und gewann souverän mit ihrer „Summer of love“ – Kür.

 

Am Samstag sahen wir als erstes die Expert-Einzelküren, bevor am frühen Nachmittag dann die Paarkürkonkurrenzen in den Altersklassen begannen. Die meisten Fahrer, die gerade nicht an der Reihe waren, übten und werkelten im abgeteilten, jedoch leider winzigen Aufwärmbereich der Halle. Unermüdlich bewegten sie ihre Einräder, obwohl die Bedingungen dafür auf diesen wenigen Quadratmetern alles andere als gut waren. Aber die gemeinsamen „Leerlaufzeiten“ werden von den Sportlern gern wie ein Wochenendworkshop genutzt und haben oft auch einen ähnlichen Effekt auf den Leistungszuwachs.

Viele kleine Verzögerungen führten im Fortlauf des Tages dazu, dass die für 17 Uhr geplante Paarkür von Verena und Henriette erst beinahe zwei Stunden später aufgerufen werden konnte. Die beiden zündeten ein Feuerwerk an Tricks und verteidigten mit Charme ihren Titel zu recht und mit gehörigem Abstand zum zweitplatzierten Paar in der U15.

Schon etwas früher waren Cilli und Annika an der Reihe und holten mit einer sehr gelungenen Paarkür zu „Tom Sawyer und Huckleberry Finn“ die Bronzemedaille in der AK U12.

 

Bevor die Sieger dieses Wettkampftages geehrt werden konnten, war es 22:30 Uhr geworden – aber damit noch lange nicht Schluss für die Garser, die zum aus knapp 60 Fahrern bestehenden bayerischen Freestyleteam gehören, das noch mal in Team A, B und Junior unterteilt ist. Für sie stand noch das abschließende Training für den am Sonntag stattfindenden Wettbewerb der Großgruppen auf dem Plan. Und es war unglaublich, was die Sportler zu dieser späten Stunde noch leisteten. Bis kurz vor Mitternacht fuhren sie abwechselnd ihre fünfminütigen Küren, testeten Hallenbelag und Feldgröße und arbeiteten an den Feinheiten.
Trotz dieser vorgerückten Stunde und der noch mal die letzten Kräfte kostenden Übungseinheit erfüllte eine wunderbare Atmosphäre der Gemeinsamkeit dieser drei Teams die Halle. Und es war schön, dem jeweils anderen mal beim „Putzen“ der Kür zuschauen zu können.

 

Der Sonntag Morgen begann dementsprechend etwas verschlafen, aber auch schon mit prickelnder Vorfreude: Die Großgruppenküren sind einfach das Highlight einer jeden Freestylemeisterschaft, deren Faszination sich kaum jemand entziehen kann. Wenn 20 Fahrer in mühelos erscheinender Leichtigkeit und in eleganter Synchronität Bilder aufs Parkett zeichnen und dabei mit hoher Geschwindigkeit die schwierigsten Tricks fahren – von dieser Performance geht schon ein besonderer Zauber aus, nicht nur für die Zuschauer. Auch die Fahrer lieben diese Stimmung.

Es ist ein ganz spezieller Tag in der Halle mit all den gemeinsamen Vorbereitungen, dem Schminken, der Aufregung.

Als erstes durfte das 20 Fahrer starke Team Junior in der U15 mit den Garsern Cilli, Annika und Celina an den Start gehen und gewann dort mit seiner unglaublich temporeichen „Geisterkür“ haushoch gegen zwei reine Vereinsteams aus Appenweier. Aber es fehlt in der U15 schlicht an adäquater Konkurrenz für die Bayern, z.B. einer ähnlich vereinsübergreifenden Mannschaft, wie es das Team Junior ist.

Etwas mühsamer und letztlich auch spannender war es da schon für Team A und B in der 15+. Dort standen noch Großgruppen vom Landeskader Schleswig Holstein und aus Harpstedt am Start. Team B (16 Fahrer) mit Anne und Verena holte mit seiner Kür zum Thema „Riverdance“ Platz fünf, Team A (20 Einradler) mit Henriette konnte mit der „Reise in die Zunkunft“ Gold gewinnen.

Insgesamt wurden die Titelkämpfe erheblich von den bayerischen Fahrern dominiert. Ein großer Teil der Siege und Medaillenränge ging an das Freestyleteam Bayern, dem eben auch die sechs Garser Fahrerinnen angehören. Teilweise existierten auffallende Leistungsunterschiede zu Startern anderer Bundesländer. Da ist die intensive und effektive Schulung durch die Kadertrainingswochenenden beim Einradverband Bayern und die danach ins Vereinstraining mitgenommene Inspiration unverkennbar. Aber von nix kommt eben nix, und exemplarisch dafür war das disziplinierte, späte Training am Samstag. Keine andere Großgruppe stand am Ende eines so langen Wettkampftages (eine andere Trainingszeit war nicht vakant) noch mal auf der Kürfläche und übte mit leidenschaftlichem Einsatz. Chapeau – liebe (Garser) Kaderfahrer!!!

SEPTEMBER 2015: Deutsche Meisterschaft Trail in Mühldorf

Nahezu vor unserer Haustür fand in diesem Jahr die Deutsche Meisterschaft Trial statt. Ausrichter waren die Mühldorfer Einradler, die am Samstag, dem 19. September zu dieser Veranstaltung eingeladen hatten.

Als  Disziplin ist Trial für die Fahrerinnen und Fahrer eine besondere Herausforderung, da schwierige Hindernisse, bestehend aus Balken oder Paletten, mit Sprüngen und verschiedenen Techniken überwunden werden müssen. Die Mühldorfer hatten alles bestens vorbereitet, so dass vormittags die ersten Wettbewerbe im Palettenweit- und hochsprung pünktlich starten konnte.

Beim Palettenweitsprung wird in seitlicher Sprungtechnik versucht, einen Abstand zwischen nebeneinanderliegenden Holzpaletten zu überwinden. Die besondere Schwierigkeit dabei ist, dass bei größer werdender Entfernung auch der Palettenturm immer höher wird. Die von Henriette erreichten 110 cm musste sie von vier auf vier Paletten überspringen. Mit dieser Weite gewann sie in der Altersklasse U13 gemeinsam mit Johanna Sturm von der gastgebenden Mannschaft. Michael schaffte 100 cm. In der 19+, in der er in Ermangelung gleichaltriger Starter antreten musste, hatte er mit diesem Ergebnis allerdings keine Chance auf eine Medaille.

Im Palettenhochsprung gilt es, auf einen Palettenstapel hinauf zu springen. Dabei erreichte Henriette 2,5 Paletten und gewann auch hier, wiederum gemeinsam mit Johanna. Bei Michael stehen 2 Platten in den Ergebnislisten.
Der Sieg bei den Männern ging dabei mit 7.5 Platten weg.

Direkt im Anschluss konnte man zum nächsten Wettkampf übergehen und beim Speed-Trial antreten. In 3 Kategorien sollten Parcours mit Pylonen, Wippen und Palettenkonstruktionen schnellstmöglich gefahren werden.

Gleich nach einem kleinen Mittagessen, startete die Königsdisziplin der DMT. Beim Trial ging es darum, in 2 Stunden, so viele Lines wie möglich zu schaffen. 80 Hindernisse in 3 Schwierigkeitsstufen standen zur Auswahl und konnten in beliebiger Reihenfolge absolviert werden. Die Einradler balancierten gekonnt über Geländerstangen, Hindernisse aus Paletten und Kabeltrommeln. Eine kuriose Station war die Tennisballschleuder. Mit einem gezielten Sprung auf ein Katapult sollte ein Tennisball über den eigenen Kopf hinweg in ein Becken befördert werden. Auch hier war nur mit viel Geschick und Körperbeherrschung ein Treffer zu landen. Besonders spektakulär - eine alte Schrottlaube, die mit Sprüngen auf die Motorhaube und anschließend auf das Dach abends endgültig reif für die Schrottpresse war. Mit 33 geschafften Lines holte Henriette in dieser Disziplin noch mal Silber. Michael erreichte mit 27 Lines ein Ergebnis, mit dem er vorher nicht zu rechnen gewagt hätte und persönlich sehr zufrieden war.

Alles in allem eine rundum gelungene Meisterschaft. Die genauen Ergebnisse gibt’s auf der Seite:
www.einradler.de/dmt

AUGUST 2015: EM in Mondovi / Italien

Zusätzlich zu diesem Beitrag können Sie auf der Website von Konstantin Höhne den ausführlichen Blog der Garser Einradler zur Europameisterschaft lesen.

 

Vom 1. bis 11. August trafen sich in diesem Jahr die Einradsportler unserer Kontinents im Piemont zur Europameisterschaft UNIOEC. Unter den ca. 370 Startern aus 16 Ländern waren die vier Garser TSV-Fahrer Verena Kotalla sowie Henriette, Konstantin und Michael Höhne.

Bei über 35 Grad im Schatten an allen Wettkampftagen wurden in 29 verschiedenen Disziplinen  die Europameister ermittelt.

Die Bereiche Freestyle sowie Basketball und Hockey fanden in verschiedenen Sporthallen der 23.000 Einwohner zählenden Stadt Mondovi in der Provinz Cuneo statt. Die Rennwettbewerbe hatte man ins Stadion von Villanova gelegt. Und für die Geländewettbewerbe waren wir in Roccaforte sowie in Frabosa Soprana in den südlich von Mondovi beginnenden Seealpen.

Die 12 jährige Verena ging in acht Wettbewerben an den Start und brachte von diesem sportlichen Jahreshöhepunkt vier Altersklassen-Medaillen mit nach Hause. Sie holte im Bereich Freestyle Silber mit einer absteigsfrei und spritzig vorgeführten Einzelkür in der AK U13 sowie ebenfalls Silber in der Paarkür gemeinsam mit Henriette in der U15. Sie verbesserte um viele Meter ihre persönliche Bestleistung in der Renndisziplin Gliding auf 57 Meter und wurde dafür mit Platz drei belohnt. Und sie entdeckte ihr Talent für den Weitsprung, erreichet im Wettkampf 1,40 Meter und somit Platz 2, beides in der AK U13.

Henriette, 11 Jahre alt, stand 15 mal am Start. Vier weitere geplante Starts mussten wegen Überlagerungen von Wettkampfzeiten weggelassen werden. Zu Buche standen am Ende der Meisterschaften 12 Medaillen, darunter 7 Siegen in Altersklassen von U12 bis U15, je nachdem, wie der Veranstalter die Startfelder zusammengestellt hatte. Besonders wertvoll waren ihr dabei Platz zwei im Uphill in der U15, in der sie bis auf eins die starken 13 und 14 jährigen Mädchen aus Südtirol und Österreich hinter sich lassen konnte, die fast ausschließlich im Gelände trainieren. Und ihr erstes Weitsprungfinale im Expertbereich. Dabei starten die jeweils sechs besten aller weiblichen und männlichen Weispringer noch mal in einem Finalwettkampf. Gemeinsam mit den amtierenden Weltrekordlern in dieser Disziplin einen Wettkampf absolvieren zu dürfen, ist schon ein Erlebnis der besonderen Art. Dabei steigerte sie ihre persönliche Bestleistung um 20 cm auf 2,05 Meter. 

Konstantin erreichte einen sehr guten fünften Platz im Uphill in der Altersklasse 19 bis 29, in der sich momentan mit der europäischen zugleich auch die Weltspitze tummelt. Für eine Medaillenchance fehlten ihm in diesem Jahr einige Trainingseinheiten, für die aufgrund seiner Ausbildung keine Zeit blieb.

Michael holte in der Alktersklasse 50+ mit Gold im Downhill und Bronze im Cross Country seine ersten beiden internationalen Medaillen.

So erlebten die Garser Sportler wieder wunderschöne Einradfestspiele und holten insgesamt 17 Medaillen für den heimatlichen TSV. 

Hier finden Sie die Videos der Einrad-Küren bei der UNIOEC

 

JULI 2015: Deutsche Meisterschaft Mountain Uniycling

Ein wahrhaft heißes Wettkampfwochenende erlebten die 93 Starter der Deutschen MUni-Meisterschaft am 4. und 5. Juli in Gleißenberg bei Cham im Bayerischen Wald. Und das gleich in mehrfacher Hinsicht:

In allererster Linie natürlich wegen der spannenden Wettbewerbe mit nahezu der gesamten MUni- Elite Deutschlands. Dann auf Grund der perfekten Organisation – man hatte die Meisterschaft in die Festtage zum 50jährigen Gründungsjubiläum des SV Gleißenberg-Lixenried integriert.
Und nicht zu vergessen – angesichts der extrem hohen Temperaturen, die am Meisterschaftswochenende in der Region herrschten. Aber die vergisst ohnehin niemand mehr, der die zwei glühenden Tage durchgestanden hat. Geländewettbewerbe bei fast 40 Grad Schattentemperatur absolvieren zu müssen, das hat vermutlich noch keiner der Teilnehmer erlebt. Und die Strecken waren teilweise ziemlich schwierig und hätten die Sportler schon bei angemessenen klimatischen Bedingungen grenzwertig gefordert. Vor allem die sechs Kilometer des Cross Country hatten es in sich. Aber die robusten Einradfahrer waren weder durch Hitze noch durch anspruchsvolles Gelände zu verschrecken.

Aber der Reihe nach:

Fünf Starter stellte der TSV Gars bei dieser DM

Annalena Söll in der AK U11
Henriette Höhne in der AK U13
Eliah Eibl in der AK U15
Konstantin Höhne in der AK U30
Michael Höhne in der AK Ü30

Alle fünf gingen in allen drei Geländedisziplinen an den Start. Das waren Cross Country, Uphill und Downhill.

Den Cross Country gab es am Vormittag des ersten Wettkampftages. Die Strecke führte rund um Gleißenberg und hatte kernige Anstiege ebenso zu bieten wie gut abschüssige Abschnitte. Als extrem anspruchsvoll bezeichneten die Starter diese über knapp sechs Kilometer führende Runde. Der Schnellste (Ben Soja aus der U30) benötigte 22:15 Minuten.

Am Abend des gleichen Tages fand der Uphill statt. Er wurde auf einem um diese Zeit glücklicherweise im Schatten liegenden Wiesenhang ausgetragen und führte über 300 Meter steil hinauf. Er war genau wie der Cross Country sehr selektiv und entließ die Teilnehmer mit höchst unterschiedlichen Zeiten. Einige wenige leistungsstarke männliche Teilnehmer, zu denen Konstantin gehörte, schafften es, den Hang ohne Abstieg in einem Zug hochzufahren.

Am späteren Abend fanden dann im prall gefüllten Festzelt die Siegerehrungen für die beiden Disziplinen des Tages statt. So hatten die Einradler großes Publikum bei der Medaillenvergabe.

Der Downhill am Sonntag führte über 2,3 Kilometer von der Althütte über den Burgstall hinunter nach Gleißenberg. Er war anspruchsvoll, aber keinesfalls gefährlich und gefiel den Einradfahrern sehr gut.

Die jeweils besten 15 weiblichen und männlichen Starter durften dann am Nachmittag noch mal ran zum Expert Downhill, der ebenfalls an der Althütte begann, dann aber über etwas schwierigeres Gelände ins Tal verlief. Henriette und Konstantin gehörten dazu.

Was haben unsere Garser Starter erreicht?

Annalena war das erste Mal bei einer MUnimeisterschaft am Start und kehrte mit Medaillen in jeder Disziplin nach Gars zurück.
Im Crosscountry hatten die U11er mit ihren 20 Zoll-Rädern eine gewaltige Anstrengung zu vollbringen. Mussten sie doch für jeden Meter etwas mehr strampeln als die „Großen“ mit ihren 24er oder 26er Rädern. Annalena kurbelte wie ein Uhrwerk, kam völlig erledigt ins Ziel und wurde mit Platz drei belohnt.
Beim Uphill quälte sie sich wie alle anderen in der tropischen Hitze den Hang hinauf und durfte am Ende die Silbermedaille in Empfang nehmen.
Beim Downhill fuhr sie unerschrocken und trotzdem sicher und wurde Dritte.

Auch Eliah nahm das erste Mal an einem so großen Wettkampf teil und hat sich hervorragend geschlagen. Er hatte den sehr großen Nachteil, als ganz junger U13er (er ist vor wenigen Monaten erst 11 Jahre alt geworden) in der U15 starten zu müssen, da in seiner Altersklasse nicht ausreichend Teilnehmer vorhanden waren. Und sich unter diesen Voraussetzungen gegen fast 15 Jährige behaupten zu müssen, ist schon ein gewaltiges Unterfangen. In diesem Lichte betrachtet sind seine Plätze unter den ersten zehn in allen drei Disziplinen mehr als anerkennenswert. In der U11, der er ja gerade eben so knapp entwachsen ist, hätten seine gefahrenen Zeiten für Medaillen gereicht. Es heißt nun, etwas geduldig zu sein. Eliahs Zeit wird kommen, dann rockt er die Arena …

Henriette hat kräftig abgeräumt in Gleißenberg. Im Crosscountry fuhr sie mit 31:11 Minuten die schnellste Zeit aller U15 Damen und holte sich damit neben dem U13-Altersklassensieg auch den Juniorenmeistertitel.
Das Gleiche gelang ihr im Uphill mit sehr beherztem Kampf bergauf.
Im Downhill wurde es Platz drei in der Alterklasse und die Teilnahme am Expertfinale.

Schlussendlich gewann sie in der Addition der drei Wettbewerbe auch die Gesamtwertung „Juniorexpert“.

 Konstantin kommt nun seit einem Jahr und seiner Ausbildung beim Bayerischen Rundfunk nahezu nicht mehr zum Einradfahren und hat seit letztem September höchsten fünf mal zwei Stunden auf dem MUni verbracht. So war es spannend, ob denn trotzdem noch etwas geht. Und es ging etwas. In der gewohnt starken AK U30 (die des Expert-Siegers) erkämpfte er im Cross Country Platz drei.

Im Uphill, der alle Jahre wieder hoffnungsvollen Disziplin der drei Höhnes, reichte es sogar für Platz zwei. Es war spektakulär anzusehen, wie er sich in einem Zug den Berg hinauf kämpfte.
Platz drei wurde es im Downhill sowie die Expertteilnahme.
Nun wird sich mancher fragen, wie es mit so wenig Training möglich ist, solche Ergebnisse zu erzielen. Aber Konstantin zehrt noch immer von seiner bärenstarken Kondition, die er für die WM 2014 aufgebaut hatte und genauso vom jahrelangen Training im Freestylekader, das für Basisfähigkeiten wir die enorme Sicherheit auf dem Einrad sorgte. Was uns wieder mal darin bestätigt, dass das Festhalten an der Vielseitigkeit im Einradsport der richtige Weg zum Erfolg ist.

Michael holte als der Seniorchef des Teams ebenfalls drei Medaillen. Es wurden zweite Plätze im Down- und im Uphill sowie im Crosscountry, alle in der AK Ü30.

 

JUNI 2015: Deutsche Meisterschaft Einradrennen Warendorf (bei Münster)

Ungefähr 700 Kilometer nordwestlich mussten wir heuer reisen, um an den Deutschen Meisterschaften im Einradrennen teilnehmen zu können, die vom 5. bis 7. Juli in Warendorf bei Münster stattfanden.

Vom TSV Gars waren Henriette und Michael Höhne am Start.

In den ersten Wettkampftag, der bei extrem heißen Temperaturen stattfand, hatte der Veranstalter nahezu alle Technikdisziplinen hineingepackt. So mussten Weit- und Hochsprung, IUF-Slalom, Coasting sowie langsam vorwärts und langsam rückwärts absolviert werden. Dazu gab es noch die 800 Meter-Rennen.

Im Weitsprung wurde es für Henriette Platz eins in der AK U13 mit 1,80 Meter (Platz zwei ging mit 1,20 Meter weg).

Michael sprang 1,20 Meter weit und wurde in der AK 19 + Fünfter.

Im Hochsprung holte Henriette Silber mit 35 cm. Michael sprang ebenfalls 35 cm hoch und wurde Sechster in seiner AK.

Der IUF-Slalom brachte für Henriette Platz zwei mit 22,33 s.

Am zweiten Wettkampftag war die ganz große Hitze vorüber und die Wettkampfbedingungen um einiges besser als am Vortag. Vor allem der ohnehin schon sehr weiche und durch die hohen Temperaturen nochmal schwammigere Tartanbelag hatte wieder eine gewisse Stabilität. Allerdings verlief dieser zweite Tag für Henriette komplett anders als erwartet. Sie war mit ihren Altersklassenergebnissen überraschend sowohl im Weit- als auch im Hochsprung ins Juniorexpertfinale gekommen, in welchem jeweils der Titel „Deutscher Juniorenmeister“ unter allen Startern bis 15 Jahre ermittelt wird. Dieser sehr erfreulichen Tatsache fielen allerdings das 100 Meter- und das 400 Meter-Rennen zum Opfer, die keinen Platz mehr hatten im Tagesablauf. Lediglich das 30m Wheelwalkrennen war noch machbar. Dort wurde es Platz vier in neuer persönlicher Bestleistung von 10,55 Sekunden und noch mal eine Qualifikation fürs Juniorexpertfinale. In dem ging dann leistungsmäßig die Post ab! Henriette hat bis zum Schluss vorn mitmischen können, ist dann aber auf dem letzten Meter leider abgestiegen. Das wäre eine fantastische neue Bestzeit geworden, denn der Sieg ging mit 7,70 Sekunden weg.

Das Weitsprungfinale war dann ein Ereignis der besonderen Art mit so vielen Zuschauern - nur auf die acht Weitspringerinnen fokusiert. Und acht waren es nur ganz am Anfang, es sind dann schnell nur noch Henriette und ein 14 jährige Springerin übrig geblieben und haben sich duelliert. Schlussendlich reichte es für Platz 2.

Im Hochsprungfinale sprang dann in des Wortes wahrstem Sinne noch eine neue Bestleistung heraus mit 38 cm. Das langte zu Platz vier.

Michael wurde heute Siebter über 400 Meter.

Im Rennen über 50 Meter Einbein am letzten Wettkampftag kam für Henriette eine recht respektable Zeit heraus, eine Verbesserung zum letzten Jahr, aber doch nicht das, was eigentlich möglich wäre, wenn der Lauf optimal verläuft.

 

Im abschließenden 10 Kilometer Straßenrennen wurde es für Michael Platz 4 und für Henriette Platz 7.

JULI 2015: BM Einrad-Rennen in Eggenfelden

Noch nicht wieder ganz herunter gekühlt vom heißen MUni-Wochenende in Gleißenberg, hatten die Garser Einradler am 11. und 12. Juli schon den nächsten Wettkampf zu absolvieren. Die Meisterschaften geben sich sprichwörtlich die Klinke in die Hand. Diesmal war es die Bayerische Einradrennen in Eggenfelden, gleichfalls eingetaucht in sehr warmes Wetter. Allerdings – wer das vorherige Wochenende im Bayerischen Wald ausgehalten hatte, konnte nur milde lächeln über all jene, die ob dieser Temperaturen stöhnten. 28 Grad – pah – da behalten wir ja beinahe noch die Jacken an …

Für den TSV Gars waren am Start:

Annalena Söll in der AK U11Cilli Rotter in der AK U11, Nicole Eberl in der AK U13, Henriette Höhne in der AK U13, Verena Kotalla in der AK U13 und Michael Höhne in der AK Ü40

Und eins kann man schon vorausschicken – am Sonntag Abend fuhr jeder Garser Starter mit mindestens einer Medaille nach Hause.

Mit 141 Teilnehmern war die Beteiligung für Bayerische Meisterschaften ziemlich hoch. Und da ein Großteil der besten Rennfahrer aus Bayern kommt, waren es vor allem in den unteren Altersklassen fast Deutsche Meisterschaften.

Unsere U11er Annalena und Cilli hatten sich in einem Feld mit 16 Fahrerinnen zu behaupten, und das gelang ihnen hervorragend. Beide haben bravourös gekämpft, so manchen persönlichen Rekord verbessert und standen am Ende jeder mehrmalig zur Medaillenvergabe auf dem Siegerpodest.

Die U13 war mit 28 Starterinnen der am stärksten besetzte Wettbewerb. In dieser Altersklasse waren für Siege und Medaillen teilweise bessere Leistungen nötig als in den höheren, weniger frequentierten Feldern.
Nicole
Henriette und Verena zeigten eindrucksvolle Leistungen und stellten mehrfach neue persönliche Bestleistungen auf. Henriette war dreimal auf dem Siegerpodest zu finden, einmal davon mit dem Bayerischen U13 Meistertitel im Weitsprung. Verena holte in dieser Disziplin Platz drei.

Michael war in der mit 8 Fahrern besetzten Ü40 erfolgreich und holte jeweils Bronzemedaillen über 400 Meter und 800 Meter.

Eine Medaille mit besonderem Stellenwert ist die Bronzene in der Staffel. Zum einen, weil sie eben eine Gemeinschaftsleistung ist, zum anderen, weil sie von zwei Zehnjährigen und zwei Elfjährigen in der U15 geholt wurde. In der Addition der Einzelleistungen wäre dieser Erfolg von Annalena, Nicole, Cilli und Henriette nicht unbedingt zu erwarten gewesen, aber auf Grund der geschmeidigen Wechsel, die die vier im Training wunderbar perfektioniert haben, hat sich wieder mal gezeigt, dass eine Staffel ihre ganz eigenen Gesetze aufweist und dass das Endergebnis keinesfalls nur die Summe der einzelnen Zeiten sein muss.

OKT 2014: Garser Einradler-Team wieder auf dem Treppchen

 

In Harpstedt bei Bremen wurde vom 3.bis 5. Oktober die Deutsche Meisterschaft Freestyle ausgetragen.

Mit sechs Startern des TSV war Gars dort im Norden zwar zahlenmäßig nicht die unbedingt die stärkste aller vertretenen Mannschaften, dafür aber eine der erfolgreichsten. Sechs Teilnehmer und am Ende sieben Podestplätze – das muss erst mal ein Verein nachmachen.

Cilli Rotter, mit neun Jahren die Jüngste im Sextett, konnte sich über den Platz drei in der Einzelkür der AK U11 freuen. Gemeinsam mit Annika Sperr kam noch mal eine Bronzemedaille in der Paarkür U13 dazu.

In der Einzelkür der AK U12 wurde Henriette Höhne Deutsche Meisterin. Zusammen mit Verena Kotalla, die Platz zwei in der AK U13 belegte, holte sie einen weiteren Meistertitel in der Paarkür der AK U13. Platz sechs in der Einzelkür der AK U13 wurde es für Celina Marecek.

Platz vier erreichte Konstantin Höhne mit seiner Kürpartnerin Belinda Bebst vom TSV Jetzendorf in der Paarkür 19+.

Den Showdown am letzten Meisterschaftstag lieferten die Großgruppen mit ihren Küren.

Wenn diese an Start gehen, knistert in der Wettkampfhalle jeweils die Luft vor lauter Spannung. Ein Erfolg mit so einer imposanten Zahl an Fahrern hat für die Sportler schon noch mal einen besonderen Stellenwert. Es stecken zahllose Stunden harten Trainings in einer Aufführung, die dann im besten Fall federleicht und synchron herüberkommt.

Zwei bayerische Großgruppen waren am Start. In der Konkurrenz der AK U15 gehörten Cilli , Annika und Celina zu den 18 Nachwuchskaderfahrern. Den 19 Sportler zählenden Juniorkader der AK 15+ verstärkten Henriette, Verena und Konstantin. Und beide Gruppen konnten mit brillanter Leistung das Publikum verzaubern und die Jury überzeugen und sich jeweils die Goldmedaillen für den ersten Platz abholen.

 

SEP 2014: Bayerische Meisterschaft im Einrad-Geländefahren

Alle Bilder copyright Michael Fersch (www.michaelfersch.de)

 

Unsere Einradler waren mal wieder erfolgreich unterwegs. Hier die Ergebnisse von der Bayerischen Meisterschaft im Einradgeländefahren am 20. und 21. September am Eidenberger Lusen im Bayerischen Wald:

 

Henriette

Uphill 1. Platz Altersklasse U15 und 4. Platz in der Gesamtwertung weiblich

Crosscountry 3. Platz Altersklasse U15

Downhill 6. Platz Alterklasse U15

 

Gesamtwertung Juniorexpert (alle drei Wettbewerbe) Platz 3

 

Verena

Crosscountry 7. Platz Altersklasse U15

 

Konstantin

Crosscountry 1. Platz Altersklasse 19+

Downhill 1. Platz Altersklasse 19+

Uphill 2. Platz Altersklasse 19+

 

Michael

Crosscountry 2. Platz Altersklasse 30+

Downhill 2. Platz Alterskalsse 30+

Uphill 6. Platz Alterskalsse 30+

 

H E R Z L I C H E N   G L Ü C K W U N S C H !!!

 

 

 

Alle Bilder Copyright Michael Fersch (www.michaelfersch.de)

31. JUL bis 10. AUG 2014: 17. Einradweltmeisterschaft UNICON

 

Mit der unglaublichen Zahl von 12 (in Worten: zwölf!!!) Medaillen kamen die vier Einradsportler des TSV Gars am Mittwoch, dem 20. August von der 17. Einradweltmeisterschaft UNICON zurück nach Bayern. Stattgefunden hat dieses größte Ereignis des Einradsports vom 31. Juli bis 10. August in Montreal in Ostkanada.

Alle zwei Jahre treffen sich die Einradler, um die Weltbesten in 35 verschiedenen Disziplinen zu ermitteln. 1.163 Teilnehmer aus 32 Ländern waren dazu in die große Metropole am Sankt-Lorenz-Strom gereist. Nach Hull und Quebec in der 1990ern, war die Einradwelt nun zum dritten Mal zu Gast in Kanada.

Allein 11 mal stand dabei Henriette Höhne auf dem Podium - in den vier Renndisziplinen 10 Kilometer Straßenrennen, 10 Meter Wheelwalk, 50 Meter Einbein und 10 Meter langsam rückwärts, sogar als Siegerin ganz oben. Weitere Rennmedaillen gab es für sie in Silber über 800 Meter und im IUF-Slalom sowie in Bronze über 400 Meter und im Trackcoasting.
 

Sehr erfolgreich war sie auch in den Freestyle-Wettbewerben. In ihrer Einzelkür mit dem Thema „Super Mario“ musste sie gegen starke Konkurrenz aus fünf Ländern antreten. Vor allem die Japanerinnen setzten hohe Maßstäbe, was die Sicherheit und die Geschwindigkeit auf dem Rad anbelangt. Neben Mädchen aus den USA, aus Dänemark, Korea und Deutschland waren gleich drei japanische Sportlerinnen in ihrer Altersklasse am Start. Eine fehlerfreie Kür mit allen derzeit möglichen Schwierigkeiten und mit jeder Menge schauspielerischem Ausdruck musste also her, um die Chance auf eine Medaille zu wahren. Und es gelang ihr tatsächlich, diese Leistung auf den Punkt abzurufen, und das brachte schlussendlich den hervorragenden dritten Platz.

In der Paarkür trat Henriette gemeinsam mit Verena Kotalla (11) an, und die beiden Mädchen wuchsen wahrhaftig über sich hinaus. Es war das dritte Mal, dass sie ihre Kür zur Musik „Tiger Rag“ bei einem Wettkampf zeigten. Und es war genau zum Jahreshöhepunkt die beste aller bisherigen Leistungen. Ohne einen Wackler, wunderbar witzig und spritzig und sogar mit einer erst vor kurzem ins Programm aufgenommenen Höchstschwierigkeit, deren Gelingen im Vorfeld nicht unbedingt zu erwarten war, begeisterten sie das Publikum im Centre Pierre Charbonneau direkt im Olympiakomplex von 1976 und überzeugten die internationale Jury. Eigentlich als stärker eingeschätzte Paare konnten sie hinter sich lassen und mussten nur dem exzellenten japanischen Paar den Vortritt gewähren. Aber auch zu denen war der Leistungsabstand nur minimal.

Mit ihrer wunderschönen Einzelkür zu einem ABBA-Medlay wurde Verena hervorragende Vierte in ihrer Altersklasse U13. Dabei konnte sie vor allem mit ihren Standglidingelementen glänzen und mit hohem Kürtempo, einem wichtigen Wertungskriterium, überzeugen. 

Gute Plätze im Mittelfeld erreichte sie bei ihren weiteren Starts in den Balance-Wettbewerben langsam vorwärts und langsam rückwärts.

Als bärenstark erwies sich Konstantin Höhne im Crosscountry über 4,66 Kilometer entlang des Massivs am Mont Tremblant in den Laurentides ca. 150 Kilometer nordwestlich von Montreal. Im Starterfeld seiner Altersklasse U19, in der die stärksten Mountain-Unicycler der Welt unterwegs sind, konnte er nach einem packenden Kampf einen herausragenden dritten Platz belegen. Unter allen insgesamt an den Start gegangenen 108 männlichen Fahrern ist er in der Endabrechnung die fünftschnellste Zeit gefahren. 

Auf der steilen Uphillstrecke von einem Kilometer Länge fehlten ihm mit Platz fünf am Ende nur wenige Sekunden zu einem Treppchenplatz. Im Downhill belegte Konstantin Platz 12.

Gemeinsam mit Belinda Bebst aus Jetzendorf ist er auch zum ersten Mal in einer Paarkür an den Start gegangen. In nur wenigen Tagen musste diese Kür einstudiert werden, weil beide, an verschiedenen Orten wohnend, nicht häufiger zum gemeinsamen Trainieren kommen. Und dafür war der Auftritt gar nicht schlecht. Viele hochkarätige Tricks haben prima geklappt, für die Feinabstimmung bedarf es aber noch ein paar gemeinsamer Übungsstunden. Wenn diese in nächster Zeit realisierbar sind, kommt die Kür bei der deutschen Meisterschaft im Oktober in Harpstedt bei Bremen sicher noch mal zum Einsatz. Hier in Montreal hat es für eine vordere Platzierung noch nicht gerecht, das war aber von den beiden auch nicht erwartet worden. Es hieß, sich überhaupt erst mal einer Jury zu präsentieren.

Gemeinsam gingen die drei jungen Garser Fahrer dann am Nachmittag des letzten Wettkampftages mit dem Bayerischen Juniorkader in der Großgruppenkür an den Start, dem Showdown der Weltmeisterschaft. Dort konnten die 21 Fahrer die hervorragende Leistung der Generalprobe vom Vormittag nicht noch mal so perfekt abrufen und wurden in der Endabrechnung Sechste. Ihre Kür zur Filmmusik aus „Fluch der Karibik“ hat das große Publikum dennoch sehr begeistert.

In fünf Disziplinen ging Michael Höhne (49) an den Start. Dabei hatte er bei dieser Weltmeisterschaft den kleinen Nachteil, noch in der Altersklasse 30 bis 49 und damit in der Mehrzahl gegen viel jüngere Konkurrenten antreten zu müssen. Trotzdem konnte er gute Platzierungen erreichen.

So holte er im Straßenrennen über 10 Kilometer Platz sieben von 13 Startern, wurde 14. von 27 Teilnehmern über 400 Meter und 17. über 800 Meter. Beim Crosscountry holte er Platz 15 bei 30 Startern in seiner Altersklasse. Und im Downhill wurde es der 24. Rang.

Nach Ende der UNICON gab es für alle Garser noch ein paar Tage wohlverdienten Urlaubs in Kanada, bevor alle nun mit den prächtigen Erfolgen und vielen wunderbaren Erlebnissen im umfangreichen Gepäck wieder wohlbehalten in Gars angekommen sind.

Wer sich weitergehend über die Weltmeisterschaft informieren möchte, dem sei die Internetseite www.konstantinhoehne.de empfohlen. Auf der gibt es unseren Blog zur UNICON 17 und verschiedene Videos zu entdecken.

 


 

Wir gratulieren von Herzen recht herzlich zu diesen Wahnsinns-Ergebnissen! Gars kann stolz auf Euch sein!!!

 

17. Mai 2014: Crazy-Wheels-Cup in Neuötting

 

Am 17. Mai fand mit dem Crazy-Wheels-Cup in Neuötting ein Wettkampf für Rennneulinge statt, bei dem sich die Garser Nachwuchsfahrer zum ersten Mal auf der Tartanbahn mit über 100 Konkurrenten aus Ober- und Niederbayern messen konnten.

Annalena Söll gewann dabei mit souveräner Leistung die 100 Meter des Jahrgangs 2004. Bei den um ein Jahr jüngeren Sportlern belegte Anna-Lena Oswald Platz zwei über 100 Meter und Platz drei über 10 Meter langsam vorwärts. Einen ebenso beachtlichen vierten Platz holte Andrea Holzhammer im sehr zahlreich vertretenen Jahrgang 2003.

23. bis 25. Mai 2014: Bayerische Einradrennmeisterschaft Pocking

 

Austragungsort der Bayerischen Einradrennmeisterschaft war in diesem Jahr Pocking. Vom 23. bis 25. Mai 2014 gingen über 150 Sportler in insgesamt 14 Disziplinen an den Start, darunter fünf Einradlerinnen der Altersklasse U11 des TSV Gars.

Einen Bayerischen Meistertitel holte Celina Marecek im 10 km Straßenrennen. Außerdem wurde sie Zweite über 10 Meter langsam vorwärts, einer Disziplin, die eine gute Fahrtechnik und einen ausgeprägten Gleichgewichtssinn erfordert.

Cilli Rotter ergänzte ihre schon beträchtliche Medaillensammlung der letzten Jahre um fünf neue Exemplare, vier davon in Silber im 10 km Straßenrennen, über 50 Meter Einbein und im Hoch- und Weitsprung sowie eine Bronzene über 400 Meter.

Annika Sperr errang Platz drei über 10 Meter langsam rückwärts und wurde Vierte im Trackgliding – einer Disziplin, die noch nicht viele Neunjährige beherrschen.

 

Sehr erfreulich waren auch die Plätze 12 und 13 (unter 27 Startern) über 100 Meter von Annalena Söll und Nicole Eberl, die nach dem Crazy-Wheels-Cup nun erstmalig bei einem so großen Rennwettkampf an den Start gingen.

 

30. Mai 1. Juni 2014:   2. Internationaler Salamander-Cup Kornwestheim

 

199 Starter und Starterinnen aus fünf europäischen Ländern hatte der 2. Internationale Salamander-Cup zu verzeichnen, der vom 30. Mai bis 1. Juni im Leichtathletikstadion in Kornwestheim bei Stuttgart stattfand.

Darunter war auch Henriette Höhne (10) vom TSV Gars. Bei exzellenten äußeren Bedingungen und motiviert durch starke Konkurrenz konnte sie in allen acht absolvierten Renndisziplinen persönliche neue Bestleistungen aufstellen. Drei Siege, vier dritte Plätze sowie ein vierter Platz – so sah ihre persönliche Bilanz dieses Wettkampfwochenendes aus. Besonders hervorzuheben waren die überlegenen Siege in Weit- und Hochsprung. Die dabei erzielten Ergebnisse hätten selbst in weit höheren Altersklassen noch zu Podestplätzen gereicht.

 

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH AN ALLE FÜR DIE HERVORRAGENDEN LEISTUNGEN !

 

Ende Juni findet in Crailsheim noch die Deutsche Rennmeisterschaft statt, bevor es dann vom 30. Juli bis 10. August für vier Garser Einradsportler zur Weltmeisterschaft nach Montreal/Kanada geht.

 

 

Mai 2013: Garser Einradler bei EM in der Schweiz!

 

Vom 9. bis 12. Mai 2013 fanden in Langenthal in der Schweiz die Einradeuropameisterschaften „Eurocycle“ statt. Fünf Garser Einradler gingen dort an den Start und stellten sich der Konkurrenz aus ganz Europa. Insgesamt 750 Sportler waren angereist, um in den Geländedisziplinen, im Freestyle, bei den Bahnrennen und in den Trialwettbewerben ihre Sieger zu ermitteln.

Mit den Geländewettbewerben begann die EM. Diese fanden im 738m hoch liegenden Wäckerschwend im Emmental statt. Die äußeren Bedingungen waren recht gut, die Sonne fehlte zwar, aber auch der angedrohte Regen blieb aus. Das erfreute alle Teilnehmer und verhinderte vor allem eine größere Schlammschlacht auf den Wettkampfstrecken.

In der Disziplin Crosscountry gingen Nadine Wimmer sowie Henriette, Konstantin und Michael Höhne an den Start und schlugen sich auf der sehr schweren, selektiven Strecke prima. Es musste ein Kurs von 3 km gefahren werden, der auf der ersten Hälfte steil abfiel, dann ein Rivercrossing zu bieten hatten, um schlussendlich wieder 1,5 km den Berg hinaufzuklettern. Dieser finale Anstieg forderte viele Sportler bis an ihre Grenzen und zwang zahlreiche Einradler zum Absteigen und Schieben ihres Sportgerätes. Die Garser gehörten zu den wenigen, die den schweren Anstieg komplett fuhren. Leider unterteilte der Veranstalter das große Starterfeld in nur zwei Wertungsgruppen, was gerade die Jüngsten und die Ältesten etwas benachteiligte. So belegte die neunjährige Henriette in der Altersklasse U15 einen sehr guten Platz 20 von 52 Teilnehmerinnen, wäre aber in einer U11 (wie sonst bei Wettkämpfen üblich) 2. geworden. Unter allen gestarteten 90 weiblichen Teilnehmern fuhr sie als Drittjüngste die 34. Zeit.

Ähnlich erging es ihrem Papa Michael. Dieser gewann seinen Ü40 Lauf souverän und mit großem Vorsprung, musste sich aber den jungen Starken geschlagen geben. Er wurde 40. von 77 Teilnehmern der Ü15.

Nadine Wimmer kämpfte sich ebenfalls tapfer über die schwere Strecke und ereichte mit Platz 43 eine sehr respektable Platzierung.

Sehr gut schnitt auch Konstantin Höhne ab. Er wurde 19. in der Ü15 und fuhr die 21. Zeit unter allen knapp 300 Cross-Country-Startern aus Europa.

Nadine ging weiterhin beim Dualslalom an den Start, der an einem steilen, schwierig zu fahrenden Hang stattfand und wurde sehr gute 23.

Beim Downhill auf einer ca. 1,5 km langen Strecke am Ochlenberg gab es leider ein technisches Problem mit der Zeitmessung, so dass man wegen Protesten keinen Europameister kühren konnte. Nach der nun inoffiziellen Zeit wurde Konstantin 24. unter knapp 70 Teilnehmern der Ü15.

Bei den Freestylewettbewerben holten Henriette Höhne und Verena Kotalla mit ihren Einzelküren die Plätze 4 und 5 in der AK U13 und wurden gemeinsam 4. in der Paarkür der gleichen Altersklasse.

Die Bahnrennen standen wettertechnisch unter keinem guten Stern. Regen ließ den Tartan rutschig werden, und niedrige Temperaturen machten den Muskeln zu schaffen. Trotzdem kämpften sich Nadine, Verena und Henriette tapfer durch die widrigen Bedingungen. Die Garser Mädchen stellten in fast allen Disziplinen neue, persönliche Bestleistungen auf.

Henriette brachte im Hochsprung die Silbermedaille für Platz 2 mit nach Hause, wurde 4. im Weitsprung, 7. über 10 Meter Wheelwalk und 8 über 50 Meter Einbein.

Verena wurde 8. über 10 Meter Wheelwalk, 14. über 400 Meter und 16. im IUF-Slalom.

Zum nächsten großen internationalen Wettbewerb geht es dann über das große Wasser zur WM nach Montreal im August 2014.

Der TSV Gars ist mächtig beeindruckt von den Leistungen und Ergebnissen! Herzlichen Glückwunsch!

JUL 2012:  Zwei Garser Mädchen international erfolgreich bei der Einrad-WM

 

Vom 20. bis 31. Juli 2012 fand in Brixen/Südtirol die UNICON 16, die Weltmeisterschaft der Einradler statt.

Über 1.800 Sportler aus 34 Ländern nahmen an den Wettkämpfen teil, unter ihnen zwei Mädchen aus Gars: Henriette Höhne (8) und Nadine Wimmer (12). Beide starteten im Bereich Freestyle in der Disziplin "Guppenkür U15" mit dem Bayerischen Juniorkader.

In vier anstrengenden Trainingslagern, zu denen über 40 Sportler eingeladen waren, hatten sie sich für die 25 Fahrer qualifiziert, die letztendlich mit nach Brixen genommen wurden. Die sechsminütige Kür stand unter dem Motto "ONE WHEEL, ONE WORLD". Zu den Musiktiteln "Black or White" von Michael Jackson und "Rockin`All Over the World" von Status Quo und mit landestypischen Kostümen verschiedener Länder dieser Erde demonstrierten die Kids, dass über das Einradfahren speziell und über den Sport allgemein sämtliche trennenden Grenzen überwunden werden können und ein friedvolles Miteinander möglich ist.

Mit der nötigen Portion Adrenalin und sehr konzentriert zeigten die Kinder im Wettkampf am 23.7.2012 ihre beste Leistung. So gut hatten wir sie vorher noch nie erlebt. Belohnt wurde dieser Auftritt mit der Bronzemedaille. Die Konkurrenz hatte am Vormittag stattgefunden, die Siegerehrung gab es erst um 21 Uhr. Das Ergebnis wurde vorher nicht bekanntgegeben, atemlose Aufregung herrschte deshalb kurz vor Verkündung der Platzierungen. Die Ehrung wurde weltmeisterlich und mit großem Spannungsbogen zelebriert, und kurz nach Neun feierten dann 25 junge Bayern ausgelassen.

Überhaupt waren die Tage in Brixen ein großes Fest mit vielen guten Begegnungen, mit fantastischem Sport und mit vielen kleinen und großen Events rund ums Einradfahren. Unsere Kinder begaben sich unter die Jugendlichen aus aller Welt, kontaktierten mit Händen und Füßen die sehr erfolgreichen Japaner, schwatzten mit den Dänen, die mit einer eindrucksvollen "Starwars-Kür " das Expert-Finale gewonnen hatten und mischten sich am Abend zur großen Jubelparty einfach unters Einradlervolk.

Wer Lust hat, ein wenig mehr von diesem sportlichen Ereignis zu sehen, ist gern eingeladen, auf der Internetseite www.konstantinhoehne.de zu stöbern.

Das Kürvideo findet man unter folgendem Link

http://www.konstantinhoehne.de/video/unicon-16/unicon-16---evb-juniorenkader/index.php 

 

Der TSV Gars gratuliert von Herzen und ist wieder mal sehr sehr stolz! Vielen Dank an Konstantin Höhne für die hervorragende Foto- und Filmarbeit und dafür, dass er uns die Aufnahmen zur Verfügung stellt!

 

Automobile Hans Losbichler, Au am Inn, Tel. 08073/765
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DAK Deutsche Angestellten-Krankenkasse
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Wildfreizeitpark Oberreith
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Aktualisiert: 18.06.2018
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